Die „Rote Emmalie“ hat die Nase vorne

Vorarlberg / 15.02.2018 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nürnberg Die „Rote Emmalie“ ist zur Kartoffel des Jahres 2018 gekürt worden. Die Knolle aus der Lüneburger Heide wurde gewählt, weil sie aus ökologischer Züchtung stammt und durch ihre rote Farbe auffällt. Das teilte die Jury am Donnerstag in Nürnberg auf der Biofach, der weltgrößten Messe für Naturkost und Naturwaren, mit.

Dem Arbeitskreis, der die Auszeichnung vergibt, gehören zehn Organisationen, Vereine und Unternehmen an, darunter die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt und der Anbauverband Bioland. Die seit 2006 verliehene Auszeichnung soll auf die Vielfalt bei den Kartoffelsorten aufmerksam machen.

Gezüchtet hat die „Rote Emmalie“ Bio-Bauer Karsten Ellenberg aus dem niedersächsischen Barum bei Uelzen. Vor einigen Jahren machte er bundesweit Schlagzeilen, als er den Kartoffel-Klassiker „Linda“ für die deutschen Konsumenten sicherte. Der Hersteller wollte die Knolle vom Markt nehmen, nachdem im Jahr 2004 der Sortenschutz ausgelaufen war. Dieser schützt ähnlich einem Patent das geistige Eigentum an Pflanzenzüchtungen.