ÖVP verteidigt das neue Kindergartengesetz

Vorarlberg / 15.02.2018 • 21:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz Nachdem Vorarlbergs Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch das neue Kindergartengesetz kritisierte, kontert nun ÖVP-Klubobmann Roland Frühstück. „Es ist derzeit nicht mehr möglich, alle Kindergartengruppen mit Pädagogen zu besetzen. Deshalb ist es notwendig, auf diesen Engpass rasch mit entsprechenden Maßnahmen zu reagieren.“ Das Land reagiert bekanntlich damit, dass zukünftig auch Assistenten ohne entsprechende Ausbildung im Kindergarten helfen dürfen. Rauch befürchtet dadurch einen Qualitätsverlust in der Betreuung, Frühstück betont nun: „Die Assistenten, die vorübergehend eine Gruppe leiten, verfügen auch über eine pädagogische Ausbildung, etwa im Bereich Sozialpädagogik. Sie müssen zudem zumindest zwei Jahre Praxiserfahrung haben.“ Denn wichtig sei, dass das neue Gesetz nur in Ausnahmefällen greife und zeitlich befristet werde, bis ein Absolvent einer entsprechenden Ausbildung wieder zur Verfügung stünde. Rauch sieht die Reduktion der Berufserfahrung von fünf auf zwei Jahre hingegen kritisch. Vor allem, dass dabei die Art der Anstellung nicht erwähnt werde.

Des Weiteren verweist Frühstück auf weitere Änderungen. So soll das Kolleg für die berufliche Ausbildung von Kindergärtnerinnen ausgebaut werden, zum Beispiel durch einen jährlichen Lehrgang. Auch eine duale Ausbildungsschiene sei angedacht.

„Es ist derzeit nicht mehr möglich, alle Kindergartengruppen mit Pädagogen zu besetzen.“