Platz für die Expansion

Markt / 15.02.2018 • 22:16 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
So wird die neue Firmenzentrale des Bregenzerwälder Familienunternehmens Bischofberger Transporte in Reuthe aussehen.  Firma/GR
So wird die neue Firmenzentrale des Bregenzerwälder Familienunternehmens Bischofberger Transporte in Reuthe aussehen.  Firma/GR

Wachstum in der Vorarlberger Wirtschaft zieht neue Gewerbebauten nach sich.

Schwarzach Knapp sieben Jahre sollte es dauern, bis die noch in Bizau ansässige Firma Bischofberger Transporte nun den Spatenstich für den neuen Firmensitz in Reuthe tun kann. Damit hatte Alois Bischofberger nicht gerechnet – auch nicht damit, dass es eine Volksabstimmung brauchte, die Sache am Landesverwaltungsgericht verhandelt wurde, Sachverständige die Pläne begutachteten und sogar ein Architektenwettbewerb stattfand. In der Zwischenzeit hat sogar ein Generationswechsel bei Bischofberger Transporte stattgefunden, und es wurde ein Verteilerzentrum in Schwarzach gebaut und in Betrieb genommen. „Endlich kann es losgehen und wir bekommen unseren Platz“, so Firmenchefin Rosi Lerchenmüller, die das Unternehmen nun mit ihrem Mann Alois führt. Mit ihr werden 30 Mitarbeiter von Bizau nach Reuthe übersiedeln. Gebaut wird ein Bürogebäude mit Tiefgarage, eine Lagerhalle sowie eine Lkw-Waschanlage, Werkstatt und Tankstelle. Entworfen haben das Gebäude, das im Herbst 2018 bezogen werden kann, die Architekten Rene Bechter und Michelangelo Zaffignani.

Umzug nach Ludesch

Gebaut wird auch in Ludesch. Der Baugerätehersteller Martin GmbH, der seit vielen Jahren in Braz seinen Sitz hat, wird schon bald die Zelte in Braz abbrechen und zur Gänze nach Ludesch übersiedeln. Das erklärten Wolfgang Rigo und Martin Hofer, Geschäftsführer des Baumaschinenhändlers Huppenkothen GmbH in Lauterach, die das Unternehmen Anfang 2016 vollständig übernommen haben. Huppenkothen wiederum gehört zur Lauteracher Firmengruppe i+R. Rigo begründet die Entscheidung damit, dass der vorhandene Platz in Braz für eine Wachstumsentwicklung zu knapp sei. „Wir haben hier keine Expansionsmöglichkeiten für die Zukunft.“ Die Baupläne sollen in Kürze eingereicht werden, investiert werden rund elf Millionen Euro, die Fertigstellung soll 2020 erfolgen.

Kral AG sagt Servus

Nicht komplett neu bauen, aber kräftig erweitern will der Schraubenspindelpumpen- und Durchflussmessgerätehersteller Kral AG am Firmensitz im Lustenauer Industriegebiet Nord. Das Unternehmen beabsichtigt die Errichtung und den Betrieb eines Zubaus am bestehenden Gebäude mitsamt einem vollautomatischen Kleinteilelager. Das kann man im Ansuchen um die gewerbebehördliche Genehmigung bei der BH Dornbirn nachlesen. Der Zubau ist über dem Vorplatz vorgesehen. Dort wird auch ein Kleinteilelager situiert sein. Bei diesem Lager handelt es sich um ein „Servus“-System. Kral ist in den Geschäftsbereichen Öl- & Gas-Industrie, Marine, Stromerzeugung, Chemie und Maschinenbau tätig.

Fakten zu Bau und Firmen

Bischofberger Transporte Tiefgarage, Büro, Lagerhalle, Lkw- Waschanlage, Werkstatt, Tankstelle; Generalunternehmen: Goldbeck Rhomberg,
Grundstücksgröße:  6845 m²

Martin GmbH Neuer Firmensitz in Ludesch, komplette Produktion, Verwaltung und Technik, Investition: rund 11 Mill. Euro, Baubeginn frühestens 2019, Bezug 2020, Grundstücks­größe: 11.000 m²

Kral AG Erweiterung des Stammsitzes und Bau eines Kleinteilelagers, Bauverhandlung März 2018