Kunst und Pädagogik

Kultur / 16.02.2018 • 19:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das sichtbare Ergebnis sind hunderte A5-Skizzen, Zeichnungen und Drucke sowie über 15 schwarze A6-Hefte, in denen das Wichtigste zusammengefasst wurde.
Das sichtbare Ergebnis sind hunderte A5-Skizzen, Zeichnungen und Drucke sowie über
15 schwarze A6-Hefte, in denen das Wichtigste zusammengefasst wurde.

Ferdinand Ruef hat in der Paedakoop
seine Zelte aufgeschlagen.

Schlins Kunst und Pädagogik verbindet die Paedakoop des Vorarlberger Kinderdorfs in einem besonderen „Kunst und Bau“-Projekt. Diesmal wagte der Vorarlberger Künstler Ferdinand Ruef das Abenteuer. Zwei Monate lang war die Einrichtung für Kinder und Jugendliche in Schlins sein Atelier. „Kunst nicht auf dem Sockel, darauf verweisen, dass Kunst alltäglich ist und man nicht in ein Museum muss, um Kunst zu sehen“ – als „Kunst so nebenbei“ beschreibt Ruef seine Arbeit, die mit den Kids der Paedakoop zum Beispiel im Atelier Zebra und in der Keramikwerkstätte entstanden ist. 

Spuren der zwei Monate des künstlerischen Schaffens finden sich auch im Eingangsbereich der Paedakoop, wo auf einer Wäscheleine immer wieder neue Zeichnungen aufgehängt wurden. Das sichtbare Ergebnis sind Hunderte A5-Skizzen, Zeichnungen und Drucke sowie über 15 schwarze A6-Hefte, in denen das Wichtigste zusammengefasst wurde – „eine Art doppelte Buchführung“. Ferdinand Ruef war der vierte von insgesamt acht Künstlern, die in der Paedakoop über einen Zeitraum von vier Jahren ihre Zelte aufschlugen. Nach Maria Jansa, Wolfgang Flatz und dem Künstler-Duo Bele Marx & Gilles Mussard bot Ruef wieder einen neuen und faszinierenden Zugang für die Auseinandersetzung mit Kunst und damit mit sich und der Welt.

Derzeit werden in der Paedakoop des Vorarlberger Kinderdorfs knapp 80 Kinder und Jugendliche betreut und unterrichtet, deren persönliche und schulische Entwicklung gefährdet ist.