Kunstschnee und
Speichersee

Leserbriefe / 16.02.2018 • 19:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Was den geplanten Speichersee auf 2100 Metern Höhe betrifft, so frage ich mich schon, warum man dieses Projekt nicht am Talboden im Nova-Täli, wo der Bach den See speisen würde, plant (Ich hoffe sehr, da-rauf eine Antwort zu erhalten). Hier wären die erforderlichen Umwelt­-eingriffe wesentlich weniger massiv und die Renaturierung viel leichter möglich als in Höhenlagen, wo sich die Vegetation in absehbarer Zeit nicht mehr erholen kann. Ich habe im Sommer 2017 gesehen, wie am Kreuzjoch auf 2400 Meter Höhe nach der Errichtung der Bergstation
der Panoramabahn die Rekultivierungsversuche mit Rasenpolstern und dem Ausbringen von Klärschlammgranulat fehlschlugen und auch im zweiten Sommer nach Abschluss der Bauarbeiten die Flurschäden nicht behoben werden konnten. Auch die umfangreichsten Vorschriften und Maßnahmen zur Wiederherstellung einer natürlichen Vegetation schlagen in diesen Höhen­lagen fehl. Das müssten eigentlich alle Projektverantwortlichen wissen. Ich hatte mich gewundert, als ich auf den Webcam-Bildern sah, dass am 6. Oktober 2016 die Schneeproduktion im Gebiet Hochjoch Kapell gestartet wurde und bei der BH Bludenz nachgefragt. Es wurde mir bestätigt, dass die Silvretta Montafon jedes Jahr ab 1. Oktober beschneien darf. Nun war der Oktober 2016 so warm, dass die Schneehaufen buchstäblich wieder zerronnen sind.

Dagmar Sottopietra,

Eisengasse, Dornbirn