Unterstützung für sozialindexierte Schulfinanzierung

Politik / 19.02.2018 • 22:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Hammerschmid: Gesetzliche Voraussetzungen für einen Sozialindex gibt es bereits.APA
Hammerschmid: Gesetzliche Voraussetzungen für einen Sozialindex gibt es bereits.APA

Bildungsminister sei jetzt am Zug, sagt seine Vorgängerin.

Wien Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) kann mit Unterstützung rechnen. Seine im VN-Interview geäußerte Sympathie für eine sozialindexierte Schulfinanzierung ist von mehreren Seiten positiv aufgenommen worden. Laut seiner Vorgängerin und jetzigen SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid liegen die gesetzlichen Voraussetzungen dafür schon vor: „Was es jetzt braucht, ist eine Präzisierung mittels einer Verordnung.“ Mit dem Bildungsreformgesetz habe man vergangenes Jahr die Vorarbeit für einen Sozialindex geleistet. Dem Modell zufolge soll das Geld pro Standort nach Faktoren wie der Schülerzahl, dem Bildungsangebot, dem sozio-ökonomischen Hintergrund der Schüler, ihrem Förderbedarf, ihrer im Alltag gesprochenen Sprache und nach regionalen Bedürfnissen verteilt werden.

Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske sicherte Faßmann seine volle Unterstützung zu, wenn er es mit einer sozial gerechten Schulfinanzierung nach Chancenindex ernst meine. Geht es nach seinen Vorstellungen, soll eine Schule „umso mehr Mittel bekommen, je mehr Kinder in der Schule sind, denen die Eltern keine Nachhilfe zahlen können“.

Faßmann erklärte in den VN, dass man mehr für Schulen mit besonderen Herausforderungen machen müsse. Gerade in den Mittelschulen würden die zusätzlichen Ressourcen mit der Gießkanne verteilt. Hier brauche es eine bessere Fokussierung.