Zum Gedenken

Vorarlberg / 19.02.2018 • 17:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Lustenau Nach einem langen, erfüllten Leben, geprägt von der Fürsorge um ihre Familie, ist Rosa Huber im 96. Lebensjahr gestorben. Als viertes Kind des Ehepaars Juliana und Lorenz Ebner wurde sie am 27.5.1922 in Pöttsching geboren. Oft erzählte sie, dass es sie von der burgenländisch/ungarischen an die westlichste Grenze Österreichs verschlagen habe. In einfachsten Verhältnissen inmitten von acht Geschwistern aufgewachsen, musste sie schon als Schulkind viele Arbeiten übernehmen. Mit 13 Jahren trat sie eine Stelle als Dienstmädchen an, glücklicherweise ermöglichte ihr dann ihr zweiter Arbeitgeber den Hauptschulabschluss und sie fand eine Tätigkeit am Finanzamt in Eisenstadt. In dieser Zeit lernte sie ihren späteren Mann, Ernst Huber aus Lustenau, kennen, der kriegsbedingt in Wiener Neustadt stationiert war.

1943 heirateten sie und zogen in die Heimat des Mannes. Ihre glückliche Ehe wurde mit den Kindern Rosmarie, Fritz und später mit Nachzügler Gerhard gesegnet, und Rosa verstand es, ihre kleine Wohnung in der Heimkehrersiedlung zu einem gemütlichen Zuhause zu machen. Nach Kriegsende machte Frau Huber eine schwere Zeit durch, da sie lange keine Nachricht von ihrer Familie aus dem Burgenland empfing und nicht wusste, ob alle noch wohlauf sind. Zudem kam ihr Ehemann als Kriegsinvalide nach Hause. Um das Familieneinkommen aufzubessern, war sie als Textilheimarbeiterin tätig und schaffte es mit großem Fleiß und hauswirtschaftlichem Geschick, ihren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen.

Als ihr Mann Ernst schwer erkrankte, pflegte sie ihn auf selbstverständliche Weise bis zu seinem Tod im Jahr 1992. Rosa Huber war für ihre Kinder und deren Familien da und half, wo immer sie gebraucht wurde, sei es als Unterstützung im Haushalt, als Babysitter oder ausgezeichnete Köchin. Nebenbei strickte sie unermüdlich unzählige Sockenpaare für die ganze Familie oder für den Missionsbasar, wie sie sich auch sonst in verschiedensten Bereichen der Pfarre einbrachte. Ihr tiefer Glaube gab ihr stets Halt, und mehrere Pfarrwallfahrten, u. a. nach Rom und Israel, waren Höhepunkte ihres christlichen Lebens.

In den letzten Jahren musste Frau Huber einige schwere Erkrankungen und Unfälle überstehen und war seit einiger Zeit auf andere angewiesen. Mit professioneller Hilfe konnten ihr ihre Kinder einen Lebensabend in der eigenen Wohnung ermöglichen, wofür die gute Mama, siebenfache Oma und neunfache Uroma sehr dankbar war.