„2020 ist definitiv Schluss für mich“

Vorarlberg / 20.02.2018 • 17:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bürgermeister Stefan Bachmann will sich in den nächsten Jahren aus der Kommunalpolitik zurückziehen. VN/js
Bürgermeister Stefan Bachmann will sich in den nächsten Jahren aus der Kommunalpolitik zurückziehen. VN/js

Bürgermeister Stefan Bachmann will die politische Karriere beenden.

Blons Seit gut 13 Jahren ist Stefan Bachmann Bürgermeister von Blons. Im Gespräch mit den Vorarlberger Nachrichten spricht der Gemeindechef über die Herausforderung von Kleingemeinden, künftige Vorhaben und erwähnt beinahe beiläufig, dass er sich bei der kommenden Gemeindevertreterwahl nicht mehr der Kandidatur stellt.

 

Wie lange sind Sie schon in der Gemeindevertretung bzw. im Amt?

Bachmann Nachdem ich jahrelang Ersatzmitglied war, trat ich im Jahr 2000 in die Gemeindevertretung ein. Zum Ende der Periode übernahm ich am 13. September 2004 das Bürgermeisteramt.

 

Wie lässt sich das Amt mit Ihrem Hauptberuf als Gewerkschaftssekretär verknüpfen?

Bachmann Das ist sicher herausfordernd. Das Bürgermeisteramt wird immer aufwendiger. Wenn ich untertags im Büro bin, wird es schwer, am Abend alles aufzuarbeiten. Gerade deshalb, weil abends Sitzungen anstehen. Aber für diese Periode geht das noch.

Was heißt das? Spielen Sie mit Abschiedsgedanken?

Bachmann Ich werde mich sicher nicht mehr der Kandidatur stellen. Die Gemeindevertretung wurde von mir diesbezüglich bereits informiert. Nach 15 Jahren im Amt muss auch einmal Schluss sein. Ich bin kein Sesselkleber.

 

Worauf sind Sie im Rückblick auf Ihre Bürgermeistertätigkeit besonders stolz?

Bachmann Ich freue mich, dass in den letzten Jahren einiges in Blons gemacht wurde. Zum Beginn meiner Amtszeit wurde das Gemeindezentrum fertiggestellt. Auch die erste Sanierungsetappe der Hauptschule wurde über mehrere Sommer durchgeführt. Im Jahr 2005 konnte zudem das Heizwerk mit einem Kilometer Fernwärmeleitung in Betrieb gehen.

 

Worauf kommt es in einer Kleingemeinde besonders an?

Bachmann Das Um und Auf ist sicher eine gut funktionierende Gemeindevertretung. Glücklicherweise ist das bei uns der Fall. Tatsache ist, dass in Kleingemeinden alles mehr oder weniger ehrenamtlich ist. Eine große Herausforderung ist sicherlich die finanzielle Situation. Die Lage ist äußerst angespannt. Als Abgangsgemeinde sind wir sehr vom Land abhängig.

 

Was möchten Sie noch erreichen?

Bachmann Ein Thema, das uns schon seit Längerem beschäftigt, ist die gemeinsame Finanzverwaltung. Generell ist es so, dass es künftig viel mehr Gemeindekooperationen geben sollte, gerade weil die rechtliche Abwicklung immer diffiziler wird. Politische Eigenständigkeit und organisatorische Zusammenarbeit muss die Devise hier im Tal lauten. Bis dahin ist es aber wohl noch ein langer Weg. VN-JS

Zur Person

Stefan Bachmann

Geboren 11. April 1961

Familie verheiratet

erlernter Beruf Tischler

Hobbys Wandern, Natur erleben

Lebensmotto Zukunft enkeltauglich machen