Fakten zur
Beschneiung

Leserbriefe / 21.02.2018 • 18:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Tatsache ist, dass, ähnlich wie bei der E-Wirtschaft, hochgelegene (!) Speicherteiche, die energiesparend und kostengünstig befüllt werden, zur Schneizeit das benötigte Druck-wasser kurzfristig bereitstellen können. Aus einem Kubikmeter Wasser lassen sich durchschnittlich 2,3 Kubikmeter Schnee erzeugen. Auch hochgelegene Pistenplanien können mit käuflichem bodenständigem Saatgut rasch und nachhaltig renaturiert werden. Die vor den Planierungsarbeiten mit dem Bagger abgehobenen Rasensoden und der vorhandene Mutterboden werden nach den Planierarbeiten wieder lagerichtig eingebaut und die Restflächen eingesät. Auch in großen Höhen funktioniert diese Methode­ einwandfrei, siehe die artenreichen­ Blumenwiesen auf Lecher Pisten.
Eine rechtzeitig aufgebrachte Schneeschicht von mindestens 30 cm, vom Himmel oder aus der Schneekanone, schützt die Vegetation vor mechanischen Schäden und Frost und Wechselfrost und verhindert so Erosion. Genügend große Schneedepots, angelegt bei tiefen Temperaturen, sind wochenlang gegen Föhn und Regen resistent. Sie werden erst unmittelbar vor Saisonbeginn auseinandergeschoben. Der Energieaufwand für einen Kubikmeter Kunstschnee liegt bei 2 bis 5 kWh, sehr wenig verglichen mit demjenigen in unseren Niederungen, in den Tourismusorten und der Industrie, auch z. B. von Kunsteisbahnen. Ganz Vorarlberg lebt auch von Schnee und Wintersport, oder?

DI Michael Manhart, Tannberg, Lech