Spital oder Pokal

Sport / 21.02.2018 • 18:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dieser unfassbar schwierige Hang im Phoenix Snow Park in Bogwang kennt offenbar nur Extreme. Nach dem Fiasko im Snowboardcross mit dem schweren Sturz von Markus Schairer erwischte es gestern die Skicrosser. Der Olympiasieg des Kanadiers Brady Leman ging in einer „Orgie“ von schweren Verletzungen und furchtbaren Abflügen unter. Der Tiroler Co-Favorit Christoph Wahrstötter (17.) wurde vom Schweden Erik Mobaerg „abgeschossen“, durchschlug das doppelte Netz und wurde mit einer schweren Gehirnerschütterung und Schürfwunden ins Spital gebracht. Der 28-Jährige klagte auch über Gedächtnislücken. Landsmann Robert Winkler (14.) stürzte im Finish und erlitt eine Hüftprellung. Deutlich schlimmer erwischte es den Franzosen Terence Tchiknavorian (Scheinbeinbruch) und Christopher Delbosco (im Bild rechts), der beim ohnehin schon entschärften Zielsprung wie eine Rakete abhob und aus enormer Höhe auf dem Eis aufschlug. Der Kanadier kam mit einem Beckenbruch verhältnismäßig „glimpflich“ davon. Schon vor einigen Tagen hatte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum schwere Bedenken geäußert: „Ich fürchte, dass es irgendwann einen Toten geben wird.“ ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel schrieb nach dem Unfall von Schairer einen Beschwerdebrief an den Internationalen Skiverband FIS. AFP