Tourismus und Natur

Leserbriefe / 21.02.2018 • 18:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Tourismus (mit dem Großprojekt im Montafon) ist überlagert von der mächtigen Wirtschaft. Dagegen ist der Naturschutz ein kleines Gebilde, das am Rande vegetiert. Die Lebensgrundlage wird immer mehr belastet und zerstört. Wohin geht das?

Ein konkretes Beispiel ist der geplante hochgelegene Speichersee im Nova-Gebiet ohne Rücksicht auf den Naturschutz und die bisherige Landschaftserhaltung. Die veränderte Natur soll in Bewegung gehalten werden, und viele gehen in den Rückwärtsgang. Ich bin daher entschieden gegen diese Fehlentwicklung. Und hier eine Verbindung mit international tätigen Archäologen: Bereits vor rund 3500 Jahren haben Menschen nach Angaben von Experten maßgeblich in die Natur eingegriffen und so für schwere Katastrophen gesorgt. Bergbau und Brandrodung an den Hängen über den verschütteten Siedlungen hätten zum Beispiel verheerende Bergrutsche begünstigt, wie etwa im Montafon auf dem Bartholomäberg. Nach Angaben von Frankfurter Archäologen sind diese Funde der älteste Nachweis für menschenverschuldete Umweltunglücke alpenweit. Unser spezielles Wissen können wir nicht verdrängen. Und was jetzt noch aktuell ist, ist bald schon vorbei.

Lothar Petter,

Mähdlegasse, Dornbirn