Bei Anschlag auf US-Botschaft starb der Täter aus Versehen

Politik / 22.02.2018 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die US-Botschaft war nach dem Anschlag von Sicherheitskräften abgeriegelt. ap
Die US-Botschaft war nach dem Anschlag von Sicherheitskräften abgeriegelt. ap

podgorica Es war kein Selbstmordanschlag, informierten die Ermittler. Seinen Tod soll der Attentäter nicht geplant haben, als er kurz nach Mitternacht vor dem Gebäude der US-Botschaft in Montenegros Hauptstadt Podgorica zwei Handgranaten zündete. Der 43-jährige Dalibor J. sei beim Werfen der zweiten Granate gestolpert, dabei sei der Sprengsatz explodiert, hieß es in montenegrinischen Medienberichten. Sonst wurde bei dem Attentat niemand verletzt, auch am Gebäude entstand kein Schaden.

Dalibor J. sei von seinem Bruder identifiziert worden, berichtete das Internetportal „Vijesti“ am Donnerstag. Der bereits lange in Podgorica lebende Serbe habe sich als Gegner des Nato-Beitritts Montenegros deklariert. Er war früherer Angehöriger der ehemaligen Jugoslawischen Volksarmee (JNA) und laut Medienberichten im Juni 1999 vom damaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic wegen „Verdiensten für die Verteidigung der Heimat“ ausgezeichnet worden. Gemeint war sein Einsatz während des Nato-Bombardements gegen Jugoslawien.