Die goldenen Schwestern aus der Schweiz

Sport / 22.02.2018 • 18:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Gold und Bronze gingen in der Kombi an die Schweizerinnen Michelle Gisin und Wendy Holdener. Favoritin Mikaela Shiffrin freute sich über Silber.AP
Gold und Bronze gingen in der Kombi an die Schweizerinnen Michelle Gisin und Wendy Holdener. Favoritin Mikaela Shiffrin freute sich über Silber.AP

Vier Jahre nach Dominique wurde Michelle Gisin Ski-Olympiasiegerin.

Ski Alpin Die Tiroler Brüder Wolfgang und Andreas Linger sind Doppel-Olympiasieger im Rodeln, gestern krönten sich die Schwestern von Vienna-Capitals-Goalie Jean-Philippe Lamoureux mit den USA zu Eishockey-Champions. Doch noch spezieller ist die Geschichte der Schweizer Gisin-Sisters, weil beide in einer Individualsportart Gold erobert haben.

2014 hatte Dominique (32) die Olympia-Abfahrt in Sotschi für sich entschieden, gestern gewann Michelle (24) die letzte Kombination in der Olympia-Geschichte. Natürlich vor den Augen von Dominique, die ihre Karriere beendet hat und nun als Individualbetreuerin und Expertin für das Schweizer Fernsehen an der Strecke steht. Das ist ganz im Sinn von Mama Bea. „Ich habe ihr versprochen, dass ich auf Michelle schaue“, sagte Dominique nach einer innigen Umarmung mit ihrer Schwester, die Mikaela Shiffrin (USA) und Wendy Holdener (Sui) in die Schranken gewiesen hatte. „Ich glaube, es braucht Zeit, bis ich das alles begreifen kann. Während des Slaloms dachte ich noch: Ich muss mich darauf einstellen, dass es wieder einmal nicht reicht“, gestand Michelle. Dass sie sich für eine Ski-Laufbahn entscheiden würde, überraschte Dominique angesichts ihrer eigenen Verletzungshistorie. „Als ich mir das erste Mal das Kreuzband gerissen habe, war Michelle fünf Jahre alt. Sie hat alles hautnah miterlebt – auch die folgenden schweren Blessuren. Anstatt Rennen zu fahren, war ich jahrelang entweder im Spital oder daheim. Das hat Michelle enorm geprägt. Es ist ein Wunder, dass sie überhaupt angefangen hat.“

Österreichs Trio, das durch den Startverzicht von Stephanie Venier (Knieprobleme) auf ein Duo reduziert worden war, landete nicht im Spitzenfeld. Ramona Siebenhofer wurde Siebente, Ricarda Haaser belegte Rang 13. A. Zambarloukos