Olympia in Kürze

Sport / 22.02.2018 • 19:38 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Eisschnellläuferin Vanessa Herzog kränkelt. Ihr letzter Olympia-Auftritt wackelt.Herzog
Eisschnellläuferin Vanessa Herzog kränkelt. Ihr letzter Olympia-Auftritt wackelt.Herzog

Genug ist genug

Langlauf Norwegens Loipen-König Johannes Hösflot Kläbo lässt die Chance aus, als erster Langläufer der Geschichte viermal Olympia-Gold in einem Jahr zu holen. Der 21-Jährige geht am Samstag im „Marathon“ über 50 Kilometer nicht an den Start und tritt die Heimreise an. „Johannes hat heute früh gesagt: genug ist genug. Er ist satt und verspürt für einen 50er keine Motivation mehr“, sagte Trainer Tor Arne Hetland.

Österreich voran

Ski Alpin Österreich steht schon vor dem letzten Alpinski-Bewerb als erfolgreichste Alpin-Nation in Pyeongchang fest. Nach zehn von elf Wettkämpfen führen die ÖSV-Sportler mit dreimal Gold (zweimal Marcel Hirscher, Matthias Mayer), einmal Silber (Anna Veith) und zweimal Bronze (Katharina Gallhuber, Michael Matt) die Medaillenwertung vor Schweden (zweimal Gold) an.

Feier-Panne

Ehrung Eine Panne im Holland Haus hat die Niederländer peinlich berührt. Die Ehrung für die Bronzemedaille des Eisschnelllauf-Verfolgungsteams endete mit zwei verletzten südkoreanischen Besucherinnen. Auf der Bühne des Festsaals hatten die vier Sportler eine übergroße Medaillenplatte erhalten, die sie dann aus Jux in das Publikum warfen. Die Platte landete unsanft in der Menge. Eine der Südkoreanerinnen wurde mit blutendem Gesicht in ein Krankenhaus gebracht, die andere wurde vor Ort behandelt. Die Eisschnellläufer entschuldigten sich sofort bei den Betroffenen.

Hindernisse

Ski Alpin Ramon Zenhäusern hat mit dem Gewinn von Olympia-Silber bewiesen, dass man auch als zwei Meter großer Slalomfahrer Erfolg haben kann. Der Schweizer musste aber auch ein weiteres Mal feststellen, dass diese Länge auch hinderlich sein kann. Zweimal habe er sich im Hotel schon an einer Hinweistafel für den Notausgang den Kopf angeschlagen und dabei eine blutende Schramme zugezogen, erzählte Zenhäusern gestern im Zielraum. Der Ärger war größer als der Schmerz. „Wie kann man nur so doof sein und zweimal an der gleichen Stelle das gleiche Problem haben?“

Vorsichtsmaßnahme

Kombination Nochmal sollte sich Olympiasieger Eric Frenzel beim Sektgenuss nicht wehtun. Vor dem Öffnen der Magnumflaschen, die es als Belohnung für die nächste Goldmedaille gab, erhielt der 29-jährige nun dreimalige Olympiasieger gestern im Deutschen Haus diesmal einen Strohhalm. Hintergrund: Bei der Siegesfeier nach dem Großschanzen-Wettbewerb, bei dem Frenzel hinter Johannes Rydzek und Fabian Rießle Dritter geworden war, hatte er sich mit der Sektflasche ein Stück eines Schneidezahns abgebrochen. „Ich habe bereits einen Termin beim Dentisten“, sagte Frenzel und sorgte mit seinem neuen Lächeln für gute Unterhaltung unter den Gästen.

Tee statt Eis

Eisschnellauf Während sich ihr Tiroler Kollege Linus Heidegger (22) bereits mit der Olympiabahn anfreundete, muss Eisschnellläuferin Vanessa Herzog (22) um den Start im Massenstart (Samstag) bangen. „Die lange und intensive Saison fordert bei Vanessa immer mehr Tribut und sie hat wieder erhöhte Temperatur“, sagte ihr Trainer-Gatte Thomas, der einen Rennverzicht in Erwägung zieht: „Aus jetziger Sicht streichen wir das im Hinblick auf die nächstwöchige Sprint-WM.“ Entschieden werde aber erst heute. Die Belastung wäre für die Europameisterin ungleich höher, müsste sie sich als Sprinterin doch auf zwei 6,4 Kilometer lange Rennen einstellen. Fix gestrichen ist ihre Teilnahme an der Schlussfeier am Sonntag.