15-jährige Erlöserin

Sport / 23.02.2018 • 20:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Der Druck und die Nervosität waren groß, alle erwarten von uns Athleten aus Russland, dass wir gewinnen.“ Worte einer 15-jährigen Eisprinzessin, die ausgezogen war, um das Land zu retten. Nach fünf Silber- und acht Bronzemedaillen hatte es bis zum drittletzten Wettkampftag dieser Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang gedauert, bis Alina Sagitowa den Bann brach und das erste Gold für die „Semi-Ausgestoßenen“ eroberte. Wegen des Dopingskandals von Sotschi 2014 zählt das zwar nicht für Russland, aber es gibt der Nation Berge. Auch wenn Sagitowa auf der „Medal Plaza“ weder die Hymne ihrer Heimat zu hören noch die dazu passende Fahne aufgezogen bekam, war sie mächtig stolz und gleichzeitig gerührt. Jüngste Triumphatorin in der Geschichte der Winterspiele ist Sagitowa trotzdem nicht. Kim Yoon-mi war 1994 in Lillehammer gerade einmal 13 Jahre und 83 Tage alt, als sie mit der sükoreanischen Short-Track-Staffel zu Gold flog. AFP