UN prangert Kriegsverbrechen an

Politik / 23.02.2018 • 22:56 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Juba Im blutigen Konflikt im Südsudan sind nach Überzeugung einer Kommission des UN-Menschenrechtsrats von den Armeen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen begangen worden. Zivilisten seien die Augen ausgestochen, die Kehlen aufgeschlitzt und die Hoden abgeschnitten worden, teilte die Kommission am Freitag mit. Außerdem sei es massenweise zu Vergewaltigungen gekommen. Menschen seien sogar gezwungen worden, eigene Familienmitglieder zu vergewaltigen. Identifiziert wurden mehr als 40 führende Militärangehörige, die in den vergangenen zwei Jahren für die Grausamkeiten verantwortlich sein sollen. Die Kommission fordert einen Gerichtshof unter Beteiligung der Afrikanischen Union. Der Bericht wurde im Vorfeld der Sitzung des UN-Menschenrechtsrats vorgelegt, die am Montag in Genf beginnt.