Endspurt an der Autobahn

Vorarlberg / 25.02.2018 • 18:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Unter dem überdimensionalen Betondach wird künftig getankt. VN/Paulitsch
Unter dem überdimensionalen Betondach wird künftig getankt. VN/Paulitsch

Die Eröffnung der Raststätte Hörbranz soll noch vor den Sommerferien stattfinden.

Hörbranz Die Rohre im Untergrund sind verlegt, die Treibstofftanks in der Erde vergraben. Auch das überdimensionale Betondach, das von Pilzsäulen getragen wird, und der Rohbau des nierenförmigen Holzbaus stehen bereits. „Der Bau sollte Ende Mai fertig sein. Einen Termin für die Eröffnung gibt es noch nicht, sie ist planmäßig aber noch vor den Sommerferien vorgesehen“, skizziert Joachim Nägele, Sprecher der Betreibergesellschaft Raststation Hörbranz GmbH, den Zeitplan.

Innenausbau

Die Abrissbagger sind im November 2016 auf dem Gelände des ehemaligen Autobahnzollamts in Hörbranz aufgefahren. Derzeit läuft der Innenausbau im neuen Raststättengebäude. Darin untergebracht sind künftig ein Restaurant mit 250 Sitzplätzen samt Außenterrasse, ein Shop sowie WC-Anlagen. Vom Untergeschoß aus ist zudem eine Anbindung durch den bestehenden, aber neu gestalteten Verbindungsgang auf die gegenüberliegende Seite vorgesehen. Hinzu kommen Abstellplätze für Autos, Lkw und Busse.

Beschäftigt sind die Arbeiter auch mit der Errichtung der Fahrbahnen und der Außenanlagen. „In Richtung Pfändertunnel fährt man bereits auf der neuen Rampe“, ergänzt Nägele.  

In Fahrtrichtung Lindau sind die Autobahnauffahrt und der Anschluss an die Unterführung als Zufahrt zur Raststätte schon seit Längerem fertiggestellt. Neu errichtet werden auf dieser Seite der A 14 außerdem noch Tank-Zapfsäulen für Lkw. Die Lkw-Stellplätze sollen derweil im bestehenden Umfang beibehalten werden. Ein Großteil der bestehenden Gebäude bleibt in der Hand des deutschen Zolls.

Die Raststätte nach dem Entwurf von Architekt Christian Lenz soll übrigens nicht nur mit ihrer optischen Erscheinung im Stil der Vorarlberger Architekturtradition Gäste anlocken. Regionalität wird den Betreibern zufolge auch im Inneren im Mittelpunkt stehen. Unter anderem will man regionale Küche und im Shop regional erzeugte Lebensmittel und handwerklich gefertigte Souvenirs anbieten.

Betreibergesellschaft

Insgesamt investiert die Betreibergesellschaft, der neben der Vorarlberger Rhomberg Gruppe (9 Prozent) auch die Schweizer „Gruppe Thurau“ (51 Prozent) und die Mineralöl-Handelsgesellschaft Schindele aus Ravensburg (40 Prozent) angehören, 17 Millionen Euro in die neue Tank- und Raststätte. Die Tankstelle wird nach der Eröffnung von Schindele und das Restaurant von der Raststation Hörbranz GmbH selbst betrieben, erläutert der Sprecher. 

Beidseitige Anbindung

Auf wenig Gegenliebe stößt das Bauvorhaben nach wie vor bei den Anrainern auf österreichischer und deutscher Seite. Sie kritisieren unter anderem die aus ihrer Sicht viel zu langen Zu- und Abfahrten. Mehrere Gerichte waren mit der Causa bereits beschäftigt. Die Entscheidung, auf dem Gelände eine Raststation zu bauen, habe die Asfinag getroffen, entgegnen die Betreiber. Diese habe als Besitzerin des Areals das Projekt ausgeschrieben und dabei sowohl eine beidseitige Anbindung von der Autobahn als auch die Verkehrsführung aus Sicherheitsgründen vorgegeben. Grundlage der Ausschreibung sei ein einstimmiger Beschluss der Hörbranzer Gemeindevertretung im Jahr 2009 gewesen. VN-ger

„In Richtung Pfändertunnel fährt man bereits auf der neuen Rampe.“

Beim Raststättengebäude, indem Restaurant, Shop und WC-Anlagen untergebracht sind, wurde bereits mit dem Innausbau begonnen.
Beim Raststättengebäude, indem Restaurant, Shop und WC-Anlagen untergebracht sind, wurde bereits mit dem Innausbau begonnen.