Gegenwind für US-Waffenlobby: Firmen kappen Verbindung zu NRA

Welt / 25.02.2018 • 22:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In der Debatte um das Waffenrecht wächst der Druck auf die mächtige Waffenlobby. Rts
In der Debatte um das Waffenrecht wächst der Druck auf die mächtige Waffenlobby. Rts

Washington Im Streit um schärfere Waffengesetze nach dem Schulmassaker in Florida kappen Firmen ihre Verbindungen zur Waffenlobby NRA. Die National Rifle Association galt bislang als unantastbar. Sie sieht keine Verbindung zwischen den lockeren Gesetzen und den toten Kindern und kritisiert die Firmen als „feige“. Präsident Donald Trump stellt zwar eine Gesetzesinitiative in Aussicht, steht aber weiterhin fest zu den Waffenbesitzern.

Eine Reihe von Unternehmen ging nach einer Welle von Boykott­aufrufen in sozialen Medien auf Distanz zur NRA. So streichen unter anderem die großen Fluggesellschaften United und Delta Airlines, die Autoverleiher Hertz und Enterprise, der Versicherungsriese MetLife, die Internet-Sicherheitsfirma Symantec und mehrere Hotelketten bisherige Vergünstigungen für NRA-Mitglieder. Eine Bank will eine NRA-Kreditkarte nicht weiter herausgeben.

Auch Überlebende des jüngsten Schulmassakers in Parkland mit 17 Toten schlossen sich der Forderung unter dem Hashtag #BoykottNRA an.