Tirol wählt

Politik / 25.02.2018 • 23:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Felipes Grüne blieben zweistellig. Trotzdem geht ein Bundesratssitz verloren. APA
Felipes Grüne blieben zweistellig. Trotzdem geht ein Bundesratssitz verloren. APA

Erstes Plus seit 2009

innsbruck Landeshauptmann Günther Platter wird zwar – anders als Johanna Mikl-Leitner in Niederösterreich – nicht mit absoluter Mehrheit regieren können. Aber seine Tiroler Volkspartei schaffte am Sonntag das erste ÖVP-Plus bei einer Landtagswahl seit der Oberösterreich-Wahl im Jahr 2009. Die Tiroler nahmen zudem mit 44,26 Prozent der Vorarlberger ÖVP (41,79 Prozent 2014) parteiintern den zweiten Platz ab.

 

Schlusslicht geblieben

innsbruck Tirol bleibt das Schlusslicht bei der Wahlbeteiligung. Mit exakt 60 Prozent hielt sich die Wahlbeteiligung gerade noch in der 6er-Marke – aber sie ist um mehr als 20 Prozentpunkte geringer als in Oberösterreich. Dort nützten 2015 81,63 Prozent ihr Wahlrecht. Vorarlberg verzeichnete 2014 immerhin noch 64,31 Prozent. Niederösterreich vor Kurzem 66,56.

 

Klubstatus verloren

wien Die Tiroler Grünen sind zwar zweistellig geblieben, aus Bundessicht ist das Ergebnis allerdings nicht ganz erfreulich: Mit Platz vier hinter der FPÖ haben die Tiroler Grünen ihren Bundesratssitz verloren und damit die Grünen den Klubstatus in der Länderkammer in Wien. Mit bisher vier Bundesrats-Mandataren hatten die Grünen noch den Fraktionsstatus und somit 92.000 Euro pro Quartal an Klubförderung. Grünen-Bundessprecher Werner Kogler nahm es gelassen. Man sei auch nicht davon ausgegangen, dass man den Fraktionsstatus hält. Was bleibe, sei das Antrags- und Anfragerecht; es liegt bei drei Abgeordneten. Ein zweiter Bundesratssitz könnte allerdings noch bei der Salzburg-Wahl am 22. April verloren gehen.