Zum Gedenken

Vorarlberg / 25.02.2018 • 17:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Lustenau Eine große Trauergemeinde nahm vor Kurzem Abschied von Walter Fitz, einem bekannten Lustenauer Handwerker und Feuerwehrmann. Mit 70 Jahren hatte er als Fußballmatch-Besucher einen Herzstillstand erlitten und konnte dank schneller Hilfe gerettet werden, wodurch ihm noch 15 erfüllte Jahre beschert waren.

Walter Fitz wurde am 4. Februar 1933 als erstes der fünf Kinder des Bankdirektors und Feuerwehrkommandanten Gebhard Fitz und dessen Gattin Sophie in Lustenau geboren und erlebte im Oberfeld mit seinen vier Schwestern eine glückliche Kindheit.

Nach achtjähriger Volksschulzeit machte Walter eine Fliesenleger- und Ofensetzerlehre bei der Firma Albert Rein in Dornbirn. 1956 legte er die Meisterprüfung ab. Bereits mit 24 Jahren machte er sich selbstständig und schuf sich eine solide Existenz als Fliesenleger. Sein genaues Arbeiten und Verlässlichkeit wurden von seinen Kunden geschätzt. Nicht umsonst wurde er fortan von allen „dar Blättolar“ genannt.

Seit 1961 war Walter Fitz mit Ingrid, geb. Sperger, in harmonischer Ehe verbunden. Drei Kinder und in weiterer Folge fünf Enkelkinder belebten das 1964 bezogene Eigenheim an der Kaiser-Franz-Josef-Straße. Bereits mit 15 Jahren trat Walter der freiwilligen Feuerwehr Lustenau bei, war er doch von klein auf durch den Vater mit der Institution verbunden. Vor zehn Jahren erhielt er für seine 60-jährige Zugehörigkeit vom Land Vorarlberg die Feuerwehrmedaille in Gold sowie das Verdienstkreuz in Bronze, 3. Stufe, verliehen.

In seiner Freizeit war Walter Fitz auf jedem FC-Match anzutreffen und zwar auf seinem Stammplatz hinter dem Tor. Freude bereitete ihm auch das Fischen am Bodensee. Die gefangenen Kretzer wurden von ihm mit Begeisterung sachgemäß filetiert. Reisen war weniger seine Stärke und beschränkte sich meistens auf Feuerwehrausflüge mit seinen Kameraden, die er in Begleitung seiner Frau unternahm.

In seiner Pension fand man ihn oft auf dem kleinen Balkon vor der Küche, von wo er einen guten Überblick hatte. Alle Fußgänger und Radler, die er kannte, wurden gegrüßt und mit vielen auch ein kurzes Schwätzle genossen. Oft hat er für seine Familie die besten Käsknöpfli und seinen speziellen Kartoffelsalat zubereitet. Als besonders warmherziger und lieber Mensch waren das für ihn die schönsten Stunden, wenn die ganze Familie zum gemeinsamen Essen versammelt war. Alle, die Walter Fitz, den „Blättolar“, kannten, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.