Nicht gegen
Rhesi-Projekt

Leserbriefe / 26.02.2018 • 19:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es ist erfreulich, wenn Landeshaupt-
mann Wallner in Brüssel die Forderung der Landeshauptleute-Konferenz, das Subsidiaritätsprinzip auf europäischer Ebene konsequent anzuwenden, fordert. Nur, wenn der Herr Landeshauptmann kaum wieder im Land ist und die Gemeinde Koblach in die Mangel nimmt und ein Ja zu der geplanten Dammab-
rückung fordert, dann wird genau das Gegenteil von Subsidiaritätsprinzip (Selbstbestimmung, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung) verlangt. Herr Landeshauptmann, wir Nutzungsberechtigen, die nicht für die Dammabrückung in Koblach gestimmt haben, haben nicht gegen das Projekt Rhesi gestimmt. Uns zu unterstellen, dass es uns nicht klar sei, dass es um die Hochwasser-sicherheit von 200.000 Menschen im Rheintal handelt, ist schon eine Ungeheuerlichkeit. In Zürich, beim internationalen Symposium „Zukunft Alpenrhein . . .“ 2014 ist festgestellt worden, dass oberhalb von Mäder/Kriessern die Dämme auch für Überlastabflüsse (5800 m3/s Abflusskapazität) bereits ausreichend hoch sind. Sind dann zwei Prozent mehr der Vorlandflächen in Koblach repräsentativ für die Hochwassersicherheit im Unterland? Um das festzustellen, braucht man nicht der Akademie der Wissenschaft für Wasserbau, Hochwassersicherheit und Ökologie anzugehören, ein gesunder Hausverstand tut es auch. Das Rhesi-Projekt könnte ohne Damm-abrückung (für die Hochwassersicherheit nicht erforderlich, laut Dr. Mähr am 3. Juli 2017) schon längst abgeschlossen sein. Wer handelt hier grob fahrlässig?

Norbert Bolter, Gitzebühel,

Koblach