Vorarlberg liegt bei der Matura im Mittelfeld

Vorarlberg / 26.02.2018 • 18:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Schwarzach Man kann es so sehen: 14 Prozent der Maturanten sind im ersten Prüfungsanlauf durchgerasselt. Oder man kann es so sehen: 86 Prozent haben die standardisierte Reife- bzw. Diplomprüfung schon im ersten Anlauf erfolgreich bestanden. Diese Quote liegt im Schnitt der vergangenen Jahre.

Bessere BHS-Ergebnisse

Mit 85,7 Prozent steht Vorarlberg im Mittelfeld, wobei an den Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) die Ergebnisse besser ausfielen als an den Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS). Insgesamt traten zum Haupttermin 37.951 Maturanten an, in Vorarlberg waren es genau 1774, nicht bestanden haben 228. Die meisten Vorzüge gab es bei einem Österreich-Schnitt von 17 Prozent in Wien und in der Steiermark (je 19,2 Prozent). In Vorarlberg lieferten knapp 15 Prozent der Prüflinge ein ausgezeichnetes Ergebnis ab.

Die Matura besteht aus drei Teilen: Zunächst muss eine vorwissenschaftliche Arbeit (AHS) oder eine Diplomarbeit (BHS) verfasst werden. Daran schließen sich eine schriftliche Prüfung sowie eine mündliche Prüfung an. Für das Bestehen müssen alle drei Teile positiv absolviert werden.

Bei den Erfolgsquoten gab es kaum einen Unterschied zwischen Burschen (86,1 Prozent) und Mädchen (86,4 Prozent), allerdings schafften etwas mehr Mädchen einen Vorzug (17,6 Prozent).

Unterschiede zwischen Ländern

Größer sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern: Die höchsten Erfolgsquoten wurden von den Schülern in Kärnten (89,1 Prozent), Oberösterreich (88,7 Prozent) und dem Burgenland (88,1 Prozent) erreicht, gefolgt von der Steiermark (87,9 Prozent), Salzburg (87,1 Prozent), Vorarlberg (85,7 Prozent), Wien (84,7 Prozent), Niederösterreich (84,1 Prozent) und Tirol (83,8 Prozent).

Betrachtet man nur die über die Zentralmatura abgeprüften Fächer, scheiterten in Mathematik an den AHS zunächst 11,9 Prozent der Schüler und an den BHS 9,1 Prozent. Nach den Kompensationsprüfungen verringerte sich der Anteil der Durchgefallenen an den AHS auf 4,8 Prozent und an den BHS auf 3,5 Prozent. Im Fach Englisch erhielten an den AHS zunächst 7,5 Prozent eine negative Note und an den BHS 12,3 Prozent.

Nach den Kompensationsprüfungen blieben noch zwei Prozent an den AHS und 3,3 Prozent an den BHS auf ihren Fünfern sitzen. Fast ganz verschwanden die Fünfer nach der Kompensationsprüfung in Deutsch, die Negativquote sank von 4,7 (AHS) bzw. 4,6 Prozent (BHS) auf 0,9 Prozent (AHS) bzw. 0,7 Prozent (BHS).

Mädchen in Deutsch besser

An den AHS sind die regionalen Unterschiede besonders in Englisch sehr ausgeprägt. Die Sehr-gut-Quote reicht von 27 Prozent (Wien) bis zu 19 Prozent (Burgenland und Vorarlberg). An BHS fallen die Sehr-gut-Quoten in Englisch deutlich geringer aus und liegen zwischen 17,7 Prozent (Wien) und 13,2 Prozent (Tirol).

In Deutsch erzielen die Mädchen an AHS und BHS bessere Ergebnisse als Burschen, in Mathematik (AHS) und Angewandter Mathematik sowie Englisch an BHS sind die Burschen voran.