TBC-Verdacht bisher nicht bestätigt

Vorarlberg / 27.02.2018 • 18:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein Kind könnte sich bei Rindern mit TBC angesteckt haben. Der Verdacht hat sich bisher nicht bestätigt. VN/Hartinger
Ein Kind könnte sich bei Rindern mit TBC angesteckt haben. Der Verdacht hat sich bisher nicht bestätigt. VN/Hartinger

Aber auch nicht ausgeräumt: Kind könnte an TBC leiden.

Bregenz TBC beim Menschen ist kein Einzelfall. Auch in Vorarlberg gibt es mehrmals jährlich TBC-Alarm, meistens wird die Krankheit aus dem Ausland eingeschleppt. Doch nun könnte sich ein Kind bei einem Tier in Vorarlberg angesteckt haben. Wie die VN berichteten, musste am Montag der komplette Viehbestand eines Hofes getötet werden. 43 Rinder und Kälber wurden gekeult, weil bei zumindest neun Tieren TBC festgestellt wurde, drei davon hatten offene Tuberkulose (TBC), waren also ansteckend. Des Weiteren kam vergangene Woche der Verdacht auf, dass sich ein Kind der Landwirte auf dem Hof mit TBC angesteckt haben könnte. Bisher hat sich der Verdacht nicht erhärtet, auch ein zweiter Test verlief negativ, wie Vorarlbergs Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP) den VN bestätigt. Das Kind befinde sich zu Hause, dort werde beobachtet, ob sich Symptome bemerkbar machen, also etwa Fieber und Appetitlosigkeit.

Mehrere Proben des sogenannten Auswurfs wurden genommen, diese werden nun nach und nach untersucht. Am Montag war der erste Test negativ, am Dienstag der zweite. Nun heißt es warten. „Wir werden den klinischen Verlauf beobachten, in ein paar Tagen wissen wir mehr“, sagt Christian Bernhard. Derzeit sei das Kind eher auf dem Weg der Besserung, allerdings könnten noch keine Schlüsse gezogen werden.

Therapie begonnen

Der Verdacht kam auf, weil auf dem Hof der Familie bei den Tieren im Stall bereits am 26. Jänner TBC festgestellt wurde. Exakt einen Monat später wurde der Bestand gekeult. Obwohl sich die Anzeichen bisher nicht bestätigt haben, hat laut Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher bereits eine Therapie mit speziellen Antibiotika begonnen. Auch daran könne man bald ablesen, ob das Kind an TBC erkrankt sei oder nicht – nämlich dann, wenn die Therapie wirkt.

Keine Ansteckung

Für die Umgebung bestehe derzeit keine Gefahr, beruhigt der Landesrat. Es könne mehrere Wochen dauern, bis sich die Krankheit entwickelt habe. Eine gute Nachricht gibt es allerdings auch: „Beim Geschwisterkind haben wir nichts gefunden“, sagt Bernhard. Am Dienstagmittag informierten die Ärzte der Tuberkulosefürsorge der Bezirkshauptmannschaft die Eltern des Kindergartens, den das betroffene Kind besuchte. VN-mip