Doppelpack besiegelt Aus für Chabbi-Elf

Sport / 28.02.2018 • 23:10 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Rieds Pius Grabher im Zweikampf mit Joelinton, der per Elfmeter den 1:1-Ausgleich für Rapid erzielte.GEPA
Rieds Pius Grabher im Zweikampf mit Joelinton, der per Elfmeter den 1:1-Ausgleich für Rapid erzielte.GEPA

Ried unterliegt nach Führung bei Rapid 1:2. Salzburg und Sturm ohne Mühe ins Cup-Halbfinale.

Wien Nach Mattersburg haben sich auch in den weiteren drei Cup-Viertelfinalspielen die favorisierten Fußball-Bundesligisten vor Heimpublikum durchgesetzt. Während aber Titelverteidiger Salzburg beim 7:0-(4:0)-Kantersieg gegen Regionalligist Klagenfurt glänzte und auch Sturm Graz beim 3:0 (1:0) gegen Landesligist SV Wimpassing nichts anbrennen ließ, mühte sich Rapid Wien zu einem am Ende glücklichen 2:1 (0:1) gegen Ried.

In 87 Sekunden zwei Gegentreffer

Der Vorjahresfinalist aus Wien-Hütteldorf geriet unmittelbar vor der Pause in Rückstand. Julian Wießmeier brachte die Gäste in der Nachspielzeit mit einem Elfmeter in Führung, nachdem Rapid-Torhüter Richard Strebinger Trainersohn Seifedin Chabbi im Strafraum von den Beinen geholt hatte. Bei Temperaturen rund um 10 Grad unter Null glich Joelinton in der 75. Minute ebenfalls per Strafstoß nach Wießmeier-Hands aus. Giorgi Kvilitaia köpfelte Rapid keine zwei Minuten später nach Flanke des starken Thomas Murg zum 2:1.

Für die von Lassaad Chabbi trainierten Innviertler war das Ende des Traums vom ersten Cup-Semifinale seit 2013 besonders bitter. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte man hochkarätige Chancen ungenutzt gelassen. Nach dem Wechsel ließen die Gäste gleich mehrere Topchancen aus. Zunächst waren es Thomas Fröschl (50.) und Ilkay Durmus (52.), anschließend brachte Fröschl (54.) das Kunststück zuwege, aus drei Metern das leere Tor zu verfehlen. Den vierten „Sitzer“ für die Vorentscheidung ließ dann der kurz zuvor eingewechselte Ex-Rapidler Philipp Prosenik (68.) aus, als er ohne Bedrängnis am Tor vorbeischoss. Nach dem Doppelschlag durch Joelinton und Kvilitaia, der quasi mit dem Beginn der Rapid-Viertelstunde zusammenfiel, erholte sich Ried nicht mehr.

Spaziergang für Salzburg

RB Salzburg fehlen nur noch zwei Siege zum fünften Fußball-Cup-Triumph en suite. Patrick Farkas (13.), Hwang Hee-chan (15., 37.), Amadou Haidara (23.), Fredrik Gulbrandsen (69.) und Hannes Wolf (71., 73.) schossen den Serien-Double-Gewinner zum 28. Sieg in Serie in diesem Bewerb. Die Mozartstädter dominierten die bei minus zehn Grad Celsius angepfiffene Partie von Beginn weg und ließen nie einen Raum für eine Überraschung aufkommen.

Erster Sieg für Sturm-Coach

Bereits zuvor fuhr Sturm Graz gegen den SV Wimpassing den erwarteten Favoritensieg ein. Im Heimspiel gegen den Landesligisten aus dem Burgenland setzte sich der Bundesligist auch dank früher Tore in der ersten bzw. zweiten Spielhälfte mit 3:0 (1:0) durch. Philipp Huspek traf nach 69 Sekunden zur Führung der Steirer. Peter Zulj besorgte dann in der 47. Minute eine Vorentscheidung, ehe Jakob Jantscher den Endstand fixierte (70.). Gefährlich wurde der Zweite der Burgenlandliga, der im laufenden Bewerb Blau Weiß Linz und den WAC eliminiert hatte, in keiner Phase der Partie. Für Sturm-Trainer Heiko Vogel war es im fünften Bewerbsspiel der erste Sieg als Chefcoach der Grazer.

Fussball

Uniqa ÖFB Cup, Viertelfinale

SK Rapid Wien – SV Ried 2:1 (0:1)

Allianz-Stadion, 7200, SR Hameter (NÖ)

Torfolge: 45.+1 0:1 Wießmeier (Foulelfmeter), 75. 1:1 Joelinton (Handelfmeter), 77. 2:1 Kvilitaia
Gelbe Karten: Petsos, M. Hofmann
SK Rapid Wien (4-2-3-1): Strebinger; Auer, M. Hofmann (46. Sonnleitner), Galvao, Bolingoli; Ljubicic (57. Szanto), Petsos; Murg, Joelinton, Schobesberger; Kvilitaia (90. Mujakic)
SV Ried (4-2-3-1): Gebauer; Kerhe, Haring, Boateng, Marcos; Wießmeier (89. Takougnadi), Grabher; Walch (65. Ziegl), Fröschl (63. Prosenik), Durmus; Chabbi

FC RB Salzburg – SK Austria Klagenfurt 7:0 (4:0)

Red-Bull-Arena, 1536 Uhr, SR Heiss (T)

Torfolge: 13. 1:0 Farkas, 15. 2:0 Hwang, 23. 3:0 Haidara, 37. 4:0 Hwang, 69. 5:0 Gulbrandsen, 71. 6:0 Wolf, 73. 7:0 Wolf
Gelbe Karten: keine
FC RB Salzburg (4-4-2): Stankovic; Lainer, Onguene, Caleta-Car, Farkas; Leitgeb, Schlager (70. Pongracic), Minamino (62. Gulbrandsen), Haidara; Hwang (62. Daka), Wolf
SK Austria Klagenfurt (4-4-1-1): Pelko; Asante, Halilovic, Hütter, Salentinig; Zagar-Knez, Mair (82. Hafner), Soldo (46. De Souza Mendes), Jaritz; Zakany; Hirschhofer (74. Probst)

SK Sturm Graz – SV Wimpassing 3:0 (1:0)

Merkur Arena, 2811, SR Weinberger (W)

Torfolge: 2. 1:0 Huspek, 47. 2:0 Zulj, 70. 3:0 Jantscher
Gelbe Karte: Edomwonyi
SK Sturm Graz (4-1-3-2): Schützenauer; Potzmann, Spendlhofer, Schulz, Schrammel; Zulj (64. Jeggo); Huspek (78. Schmerböck), Hierländer, Jantscher; Edomwonyi (46. Eze), Alar
SV Wimpassing (5-4-1): Dau; Markovic, Rajkovic, Bortel, Sara, Divljak (76. Marzinger); Sistek (84. Erben), Slamarski, Topic, Kouskous (66. Steingassner); Kara

Bereits am Dienstag gespielt

SV Mattersburg – TSV Hartberg 4:1 (2:0)

Pappelstadion, 500 Zuschauer, SR Jäger (S)
Torfolge: 13. 1:0 Prevljak, 44. 2:0 Pink, 73. 3:0 Okugawa, 75. 4:0 Okugawa, 90. 4:1 Meusburger