Für Mathis beginnt neue Zeitrechnung

Sport / 28.02.2018 • 21:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vorarlbergs Parade-Gewehrschütze Thomas Mathis hat sich als Fernziel die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio gesetzt.steurer
Vorarlbergs Parade-Gewehrschütze Thomas Mathis hat sich als Fernziel die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio gesetzt.steurer

Startschuss für Schützen-Weltcup fällt in Mexiko.

Hohenems Für Vorarlbergs Paradegewehrschützen Thomas Mathis ist eine neue Zeitrechnung angebrochen. Nachdem der Sportschützen-Weltverband (ISSF) Ende des letzten Jahres seine Spezialdisziplin, den Kleinkaliber-Liegendbewerb, aus denm olympischen Programm gestrichen hat, muss sich der 27-jährige Hohenemser neu orientieren, um weiter auf der internationalen Bühne mitmischen zu können.

Sozusagen als erste große Standortbestimmung, wo der Weg hingeht, wartet auf Mathis in den nächsten Tagen die erste Station im ISSF-Weltcup in Guadalajar. In der mit 1,5 Millionen Einwohner zweitgrößten Stadt im mexikanischen Hochland auf rund 1600 Metern über dem Meeresspiegel wird Mathis am kommenden Sonntag im Bewerb Luftgewehr und sechs Tage später in der Kleinkaliber-Dreistellung an den Start gehen.

Mathis stellt sich der veränderten Ausgangsposition mit Optimismus und einer Portion Respekt. „In erster Linie geht es für mich darum, ein Zeichen zu setzen. Mit den Leistungen in den letzten Monaten seit der Bekanntgabe der Änderung bin ich zufrieden. Ich konnte mich in beiden Disziplinen verbessern. Allerdings hat durch die Streichung die Dichte an Topschützen noch einmal zugenommen. Es gibt keine echten Spezialisten mehr, wie ich einer im Liegend-Bewerb war, und nun sind Allroundqualitäten gefragt.“

Persönlich hält der Olympia-17. des Liegenbewerbes von Rio 2016 seine Erwartungshaltung bewusst niedrig. „Es würde nicht der Realität entsprechen, wenn ich eine Finalteilnahme (Anm. Top 8) als Ziel nennen würde. Natürlich ist die Chance da, aber dafür müsste alles perfekt passen.“

WM in Korea als Ziel

Erklärtes Saisonziel von Mathis ist die Teilnahme an der WM (Luftgewehr und Kleinkaliber) vom 31. August bis 15. September im südkoreanischen Changwon. „Die interne Qualifikation wird nicht so einfach sein. Doch bis dahin will ich die nächsten Fortschritte machen. Um 2020 in Tokio noch einmal Olympialuft einzuatmen, muss ich diesen steinigen Weg gehen.“

„Ich bin gespannt, wie mein Körper den Temperaturanstieg auf +30 Grad verarbeitet.“