So viele Millionen investiert das Land für die FH Vorarlberg

VN / 04.03.2019 • 08:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
FH Vorarlberg in Dornbirn wird mit millionenschwerer Investition ausgebaut und modernisiert.  walser + werle architekten
FH Vorarlberg in Dornbirn wird mit millionenschwerer Investition ausgebaut und modernisiert. walser + werle architekten

Land wird mit der stolzen Summe von 48 Millionen Euro die Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn erweitern und modernisieren.

Bregenz, Dornbirn. Einen geschichtsträchtigen Beschluss hat die Landesregierung in ihrer jüngsten Sitzung gefasst: die Fachhochschule Vorarlberg wird um 48 Millionen Euro am Standort in Dornbirn ausgebaut. Das Großvorhaben soll in zwei Etappen in die Tat umgesetzt werden. Noch im Sommer dieses Jahres wird die Baueingabe und kurze Zeit später die Ausschreibung erfolgen. Geht es nach den Wünschen des Landes, so wird der Startschuss für das Projekt im April 2020 erfolgen. Mit dieser Investition in die Erweiterung der Schule will man der erfolgreichen Entwicklung in der Bildungsschmiede Rechnung tragen. Dies bestätigten LH Markus Wallner (VP) und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser (64) in seiner Funktion als Hochbaureferent im Gespräch mit den VN.

Steigerung schulischer Nutzflächen

Planerisch tragen die Arbeiten die Handschrift des Feldkircher Architekturbüros walser + werle. In einer ersten Bauetappe sollen Gebäudeteile des Verwaltungs- und des Werkstättentrakts an der Hochschulstraße aufgestockt und adaptiert werden. Damit soll der Trakt mehr als 2300 Quadratmeter an Nutzfläche gewinnen. Auf den neuen Ebenen, die als offene und kommunikationsfördernde Bereiche ausgestaltet werden, sind zusätzliche Büros für die Verwaltung, ein Hörsaal, Aufenthaltsflächen und weitere Nebenräume vorgesehen. Als Fertigstellungstermin gilt der Dezember 2021. Die Kosten für diesen Bauabschnitt werden mit 10,23 Millionen Euro beziffert.

Im Zuge der zweiten Bauetappe wird an der Achstraße ein Gebäude (Bauteil G) neu errichtet, in dem vor allem Laborräumlichkeiten und Hörsäle untergebracht sind. Die Nutzfläche wird sich um mindestens 3000 Quadratmeter erhöhen. Zuvor wird das Hausmeisterhaus inklusive der zugehörigen Tiefgarage abgetragen. Mehrere Bestandsgebäude werden zudem umfassend saniert und adaptiert. Die Bauarbeiten für den zweiten Abschnitt sollen in der ersten Jahreshälfte 2022 anlaufen und bis zum Frühjahr 2025 andauern.

Nötig geworden sei das ambitionierte Ausbauprojekt durch das stetige Wachstum der FH Vorarlberg in den vergangenen Jahren, betont Rüdisser. „Seit der Erweiterung im Jahr 2005 hat sich die Studierendenzahl von 875 auf über 1300 Studierende erhöht. Mit diesem markanten Anstieg geriet die bestehende Infrastruktur zunehmend an ihre Grenzen.“ Hinzu komme der weitere hartnäckige Einsatz des Landes für zusätzliche Studienangebote. Mit Blick auf diese Dynamiken habe man frühzeitig mit Planungen begonnen.

Ziel ist ein „Campus Vorarlberg“

Die Vorteile des Ausbaues liegen für Rüdisser auf der Hand: „Nach Fertigstellung der beiden Bauetappen stehen mindestens 5300 Quadratmeter mehr Nutzfläche für die Studierenden und die Forschung bereit.“ Für Wallner, für den das Ganze eine wichtige Entscheidung auf dem Weg zum „Campus Vorarlberg“ darstellt, geht mit dem Projekt eine weitere Aufwertung des Hochschulstandortes Vorarlberg einher: „Die Erweiterung ist logische Konsequenz der erfreulichen Entwicklung an der FH und unverzichtbar, um für die heimische Wirtschaft die stark nachgefragten Fachkräfte zu sichern“. Mit der Investition gewinne die gesamte Region an Reputation. Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink (VP) verweist auf die Wissenschafts- und Forschungsstrategie Vorarlberg 2020+, die einen Ausbau der Studienplätze an der FH auf 1500 vorsieht. Den hohen Stellenwert einer optimalen Hochschulausbildung im Land würden die rasanten Entwicklungen in den Bereichen Technik und Digitalisierung unterstreichen.