Fußball-Bundesliga: Altach setzt auf Ruhe und gutes Händchen

VN / 06.03.2019 • 07:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auch mit 65 Jahren noch fit wie ein Junger: Tadeusz „Teddy“ Pawlowski. verein
Auch mit 65 Jahren noch fit wie ein Junger: Tadeusz „Teddy“ Pawlowski. verein

Mann mit Routine wird gesucht, im letzten „Goal“ fand sich Teddy Pawlowski

Altach Der Trainingsalltach hat die Rheindörfler wieder. Da gehört auch dazu, dass so wie gestern der in Griechenland so erfolgreich arbeitende Ex-Coach Damir Canadi bei einem Heimatbesuch auf einen Sprung in der Cashpoint Arena vorbeischaute. Immerhin konnte er dabei seinem ehemaligen Chef Georg Zellhofer zusehen. Der 58-Jährige, der derzeit zusammen mit Wolfgang Luisser (39) das Training leitet und auch in der Spielvorbereitung wichtigen Input gibt, hatte den nunmehr 48-Jährigen einst vom FC Lustenau nach Altach geholt – und war ihm auch in schwierigen Zeiten stets zur Seite gestanden. War Canadi einst ein junger, ehrgeiziger Trainer, so richtet sich das Augenmerk beim Cashpoint SCR Altach im Moment auf andere Merkmale: Autorität, Erfahrung und Gespür ist gefragt.
Für Christoph Längle, Geschäftsführer Wirtschaft, ist es deshalb nur untergeordnet wichtig, dass der Neue die Mannschaft auch kennt. „Ein erfahreren Mann kann sich schnell ein Bild machen.“

Ein Platz im Altacher Goal

Einer mit viel Erfahrung wäre auch der ehemalige Altach-Trainer Tadeusz „Teddy“ Pawlowski. Der Pole mit österreichischer Staatsbürgerschaft arbeitete schon Ende der 90er-Jahre für den SCRA, mit dem er zwei Aufstiege feiern durfte. Seit einigen Jahren ist Pawlowski wieder in seiner Heimat tätig, derzeit als Akademie-Chef bei Slask Breslau. In Polen hat der 65-Jährige nicht nur seine Heimatklub Breslau, sondern auch Wisla Krakau vom Abstieg bewahrt, hätte also auch diesbezüglich Erfahrung. Über die Situation in Altach ist Pawlowski dank der digitalen VN bestens informiert, allerdings hat er sich keine Gedanken bezüglich der Trainersuche gemacht. „Dafür hat der Verein eine sportliche Führung“, hofft er auf ein glückliches Händchen bei der Bestellung. Dass er, bei einem Angebot, jederzeit seinen Akademieposten für eine gewisse Zeit, wie es sein Vertrag vorsieht, räumen könnte erwähnt er deshalb auch nur in einem Nebensatz. Dass er in der letzten Stadionausgabe „Goal“ auf zwei Seiten für seine Arbeit in Altach gewürdigt wurde, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

In der Stadionzeitung „Goal“ war zuletzt Teddy Pawlowski ein großes Thema.
In der Stadionzeitung „Goal“ war zuletzt Teddy Pawlowski ein großes Thema.