Handball: Nach Schwaz ist für Hard vor West Wien

Sport / 05.05.2019 • 20:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Es war fast ein Harder Sololauf im entscheidenden dritten Viertelfinalspiel. Für Gerald Zeiner (r.), Luca Raschle und Co. mit einem Happy End.

Rote Teufel drehen mit klarem 25:15-Sieg die Viertelfinalserie und schaffen Einzug in die HLA-Halbfinals.

Hard Die Roten Teufel vom Bodensee brauchten drei Spiele, um am Ende doch souverän in die Vorschlussrunde der Spusu Liga einzuziehen. Ab kommendem Freitag trifft das Team von Trainer Klaus Gärtner auf West Wien. Und diese Affiche spricht ganz klar für die Vorarlberger, alle vier Duelle in dieser Saison gingen an die Harder. Die beiden Auswärtspartien konnte man zwar jeweils nur knapp mit einem Tor Vorsprung für sich entscheiden, zuhause erzielten die Harder sechs bzw. sieben Treffer mehr als die Ostösterreicher. Dementsprechend sind die Rollen für die am Freitag in Hard startende Halbfinalserie verteilt. Überhaupt muss man bis zur letzten Harder Niederlage gegen die Ostösterreicher lange zurückblättern. Fast auf den Tag genau ein Jahr vor dem bevorstehenden Halbfinalauftakt unterlagen die Roten Teufel damals zuhause West Wien mit 25:26. Und auch damals war es das Auftaktspiel in die Halbfinalserie in der Sporthalle am See. Auch in der Halbfinalserie vor einem Jahr schafften es die damals noch von Hrachovec trainierten Vorarlberger, die Serie trotz Rückstand noch zu ihren Gunsten zu drehen. In der Finalserie musste man sich dann aber den Fivers aus Margareten im best of five mit 1:3 geschlagen geben.

2100 Fans sahen starke Harder

In der Halbfinalserie wird es für die Harder auch wieder auf die Unterstützung des Publikums ankommen. 2100 Zuschauer kamen zum entscheidenden Viertelfinalduell am Samstagabend in die Sporthalle am See und sahen den klaren 25:15-Sieg gegen Schwaz. Von Beginn weg ließen die Hausherren nichts anbrennen. Nach sieben Minuten stand auf der Anzeigetafel bereits ein 4:0, und Schwaz verpasste es in der Folge auch von der Sieben-Meter-Marke, erstmals anzuschreiben. Dies auch dank Goalie Golub Doknic, der in der Anfangsphase gleich die ersten Würfe auf sein Tor parieren konnte. Die Harder Deckung präsentierte sich als besonders sattelfest.

Souveräne Leistung abgerufen

Erst in der 10. Minute gelang den Knappenstädtern durch einen Gegenstoß von Alexander Wanitschek der erste Treffer. Dabei lief im Harder Angriffsspiel anfangs auch nicht alles wie am Schnürchen. Etliche Bälle wurden weggeschmissen, Chancen ausgelassen. Acht Minuten lang fiel auf beiden Seiten kein Tor. Schwaz-Trainer Frank Bergemann wurde bei seiner zweiten Auszeit ziemlich laut. Doch die Tiroler fanden im Angriff auch in Überzahl keine passenden Antworten. Und wenn die Schwazer einmal zum Torwurf kamen, dann war da immer noch Golub Doknic. Der 36-Jährige wehrte 14 von 24 Bällen ab. Mit Fortdauer der Partie (8:1/24.) lagen bei den Gästen die Nerven blank. Immer wieder endeten Angriffsbemühungen der Gäste mit einem Zeitspiel oder Fehlwürfen.

Nach einer unglaublichen Abwehrleistung ging es nach 30 Minuten mit dem Stand von 9:3 in die Kabinen. Gleich nach dem Wiederanpfiff warfen die Gäste aus Schwaz noch einmal alles in die Waagschale, kamen auf 12:8 (38.) heran und witterten ihre Chance. Doch Boris Zivkovic und Ivan Horvat hielten mit ihren Toren den Gegner auf Distanz (15:8). Kapitän Dominik Schmid und Linksaußen Luca Raschle, der bei sechs Versuchen sechs Mal traf, bauten die Führung Mitte der zweiten Halbzeit erstmals auf neun Tore aus (18:9). Im Finish zeigten die Hausherren noch ein paar Gusto-Stückchen für die Galerie und feierten einen souveränen 25:15-(9:3)-Heimerfolg. HFL