Fußball: Das Pokalfinale birgt Brisanz

VN / 04.06.2019 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Emser Thomas Assiga und Dornbirns Christoph Domig stehen sich heute im Cupfinale wieder gegenüber. Steurer

FC Dornbirn und VfB Hohenems machen sich heute den Vorarlberger Fussballcup aus.

Hohenems 20 verschiedene Klubs konnten sich bislang in die Siegerliste des Vorarlberger Fußballcups eintragen. Der FC Dornbirn und der VfB Hohenems, heute (19 Uhr) Finalteilnehmer der 43. Auflage, konnten den begehrten Pokal jeweils schon fünf Mal in die Höhe stemmen. Im Stadion Herrenried werden beim Endspiel der 43. Auflage bis zu 2000 Anhänger erwartet, ein Fußballfest der zwei spielstarken Regionalligaklubs ist garantiert.

Endspiel ohne Favorit

Dornbirn und Hohenems können mit dem sechsfachen Rekordsieger Altach gleichziehen. Nach dem Meistertitel in der Regionalliga West und dem Aufstieg in die 2. Liga will Favorit FC Dornbirn das Double bewerkstelligen. „Das wäre natürlich das I-Tüpfelchen, aber in einem Cupfinale gibt es keinen Favoriten“, meinte Dornbirns Trainer Markus Mader (51). „Aufgrund der Ausfälle können wir nicht in Bestbesetzung antreten. Es ist doch eine Schwächung. Hohenems hat ebenfalls Qualität in seinen Reihen.“
Mit Andreas Malin (Nationalteam Liechtenstein), Lukas Allgäuer, Florian Prirsch (beide am Oberschenkel verletzt) und Julian Krnjic (krank) fällt beim RLW-Champion die Standard-Abwehrkette aus. Kapitän Aaron Kircher (27) und Anes Omerovic (21) werden in die Verteidigung zurückbeordert, Lukas Fridrikas (21) soll von Beginn an im Mittelfeld zusammen mit Franco Joppi für Akzente sorgen. Für Dornbirn wäre es die Krönung einer Megasaison. Die Rothosen sind nach dem Aufstieg in der kommenden Meisterschaft nicht mehr im landesweiten Pokalbewerb spielberechtigt. Hohenems blieb mit dem zwölften Tabellenplatz weit hinter den Erwartungen. Die Umbruchsphase und der Einbau vieler junger Spieler brachte den Grafenstädtern eine Saison mit Höhen und Tiefen. „Dornbirn spielte in der Meisterschaft in einer anderen Liga“, spricht Trainer Peter Jakubec anerkennend über den Gegner. „Wir müssen an unsere Grenzen gehen, wenn wir die Sensation schaffen wollen. Aber in einem Endspiel über 90 Minuten ist alles möglich, wenn die Mannschaft die taktischen Vorgaben zu 100 Prozent umsetzt. Unsere Unerfahrenheit gilt es mit viel Kämpferherz und Leidenschaft wettzumachen. Hinten muss die Null stehen und die Chancenauswertung muss passen.“

Siebtes Finale für Jakubec

Jakubec steht zum siebten Mal als Coach in einem Landesfinale, dreimal hat der 52-Jährige mit Dornbirn und einmal mit den Amateuren von Altach den Pokalerfolg gefeiert. VfB-Cup-Oldie Kevin Dold (32) wurde mit Dornbirn viermal Cupsieger und einmal stand er mit dem aktuellen Team als Gewinner auf dem Rasen. Die Hohenemser müssen auf Nummer-eins-Keeper Thomas Hobi (25/Nationalteam Liechtenstein) verzichten, Julian Haunschmied (24) steht im Tor des VfB. VN-tk