Brief der

Leserbriefe / 16.06.2019 • 19:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Chefredakteure

Zum „Offenen Brief“ der Chefredakteure, VN vom 15. Juni:

Unter anderem schreiben die Chefredakteure: „Unabhängige Medien sind in einer liberalen Demokratie kein Instrument des Machterwerbs und Machterhalts einer Partei oder mächtiger Interessensgruppen, kein Instrument zur Manipulation der Leserinnen und Leser. Bei allen Mängeln, die man ihnen vorhalten kann, sind sie ein wichtiges Korrektiv der Politik. Wer, wenn nicht diese „vierte Macht“, könnte Missstände und Machtmissbrauch sichtbar machen?“ Unterzeichnet auch von Gerold Riedmann (Chefredakteur Vorarlberger Nachrichten). Nur, Herr Chefredakteur Riedmann, ist die VN kein Instrument der Manipulation der Leserinnen und Leser z. B. bei der Berichterstattung zum Projekt Rhesi? Warum berichten Sie nicht, dass der Rhein nicht bei Flusskilometer 91 sondern bei km 94,5 in den Bodensee mündet, dass diese 3,5 km und der Bodensee im Hochwasserschutzprojekt Rhesi nicht vorkommen, dass der Bodensee nur ein max. Abfluss von ca. 1300 m3/s hat, dass der Rhein im Bereich Meiningen bis Mäder bereits jetzt eine Abflusskapazität von 4300 m3/s hat, dass es für die Hochwassersicherheit keine Damm-Abrückung bei der Frutzmündung braucht? Wer, wenn nicht sie als „Unabhängige Medien“ könnten diese Missstände, Tatsachen und Fakten aufzeigen und sichtbar machen? Wo hört die Selbstverständlichkeit der unabhängigen Medien auf?

Bolter Norbert, Koblach