Landesspital will OP-Roboter

VN Titelblatt / 16.06.2019 • 22:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feldkirch prüft intensiv millionenschwere Anschaffung.

feldkirch Robotergestützte Operationssysteme sind Gegenwarts­technologie. Weltweit setzen bereits 5000 Kliniken und Krankenhäuser auf diese Unterstützung, in Österreich sind es bislang zehn. Nun möchte auch das Landeskrankenhaus Feldkirch in diesem Bereich mitmischen und aufrüsten. Derzeit wird intensiv die Anschaffung eines robotergestützten Operationssystems geprüft. „Als Schwerpunktkrankenhaus sollten wir auf diesen Zug aufspringen“, bestätigt der Direktor der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG), Gerald Fleisch, auf VN-Anfrage entsprechende Bemühungen. Eine konkrete Entscheidung muss jedoch der Aufsichtsrat treffen. Die Anschaffung würde immerhin rund 4,4 Millionen Euro kosten. Medizinische Einsatzbereiche wären Gynäkologie, Urologie sowie Chirurgie. Aus formalrechtlichen Gründen hat die KHBG ihre Pläne kürzlich im Amtsblatt der EU schon vorab kundgetan. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Ex-ante- Transparenzbekanntmachung. Fleisch betont, es gehe nicht darum, den Menschen am OP-Tisch zu ersetzen, sondern dessen Möglichkeiten gerade bei schwierigen und umfangreichen Eingriffen durch Robotertechnik zu erweitern. Außerdem könnte das Angebot eines robotergestützten OP-Systems seiner Ansicht nach künftig ein wichtiges Argument bei der Rekrutierung von Fachpersonal sein. »A5

„Als Schwerpunktkrankenhaus im Land sollten wir auf diesen Zug aufspringen.“