Die Versicherung war sein Leben

Vorarlberg / 17.06.2019 • 17:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Geschätzt bei Kunden und Mitarbeitern.privat
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Martin Dorner, ehemaliger Landesdirektor der Interunfall, gestorben

Ernest Enzelsberger

Bregenz „Zu den Höhepunkten als Landesdirektor der Interunfall Versicherung gehörten innerhalb der Versicherung die Bundesländerwettbewerbe, bei denen Vorarlberg wiederholt den ersten Platz erreichen konnte, und natürlich der Umzug in die neue Landesdirektion in der Bregenzer Brielgasse in das vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel entworfene Gebäude.“

Das erklärte in seinem letzten Gespräch mit den VN Martin Dorner, der ehemalige Landesdirektor der Interunfall. Er ist am 1. Juni 2019 plötzlich verstorben. Martin Dorner hat über Jahrzehnte die Geschicke der Vorarlberger Direktion dieser Versicherung geprägt und war maßgeblich am Aufbau und an der Gestaltung des Unternehmens beteiligt.

Er wurde am 24. Oktober 1941 in Hörbranz geboren und wuchs mit seinen drei Brüdern Helmuth, Jos und Wilfried sowie seiner Schwester Renate auf. Er besuchte die Volks- und Hauptschule und setzte seine Ausbildung in der Handelsschule in Bregenz fort. Insgesamt konnte Martin mit seinen Geschwistern eine unbeschwerte und schöne Jugend genießen. Ein Berufseignungstest in der Hauptschule ergab, dass er eigentlich Tischler werden sollte. Ganz schnell entschied er sich aber, am 15. Juli 1957 als kaufmännischer Angestellter bei der Interunfall Versicherung einzutreten. Damit begann seine schöne berufliche Karriere, denn es zeigte sich bald, dass die Versicherung sein Leben war. Offen wie er war und immer für die Menschen da, wurde er 1971 zum Organisationsbeamten ernannt und bereits ein Jahr später zum Organisationsleiter. Im Oktober 1986 wurde Martin Dorner Organisationsdirektor und übernahm am 1. Jänner 1987 von Direktor Lingg die Landesdirektion Vorarlberg der Interunfall.

Er war sehr engagiert und viel unterwegs, denn die Kunden waren ihm das Wichtigste. Und die Mitarbeiter schätzten ihn, denn er ließ sie mit viel Freiraum wirken. Mit
1. Jänner 2003 ging Martin Dorner in den Ruhestand.

Im Jahre 1965 lernte er seine Gattin Gerlinde kennen. Die beiden heirateten 1968 und 1973 kam ihr Sohn Martin zur Welt. Als Familie waren sie sehr viel unterwegs. Martin spielte für sein Leben gern Tennis, radelte, ging gerne wandern – speziell auf den Pfänder – und machte viele Skitouren. Auch regelmäßige Strandbadbesuche waren ihm wichtig. Im Jahr 2000 erkrankte seine Gattin und wurde zum Pflegefall, weshalb Martin Dorner in Pension ging. Bis zu ihrem Tod im Jahre 2006 kümmerte er sich liebevoll um sie. Nachdem seine Frau verstorben war, lernte er Brigitte kennen, mit der er die schönsten Jahre seiner Pension genießen konnte. Auch das Jassen war eine Leidenschaft von Martin Dorner. Die adventlichen Sprechertreffen in Wien boten für ihn die Gelegenheit, mit ehemaligen Kollegen und Kolleginnen zusammenzukommen.

Aufgrund seiner Demenzerkrankung kümmerte sich Brigitte mit aller Kraft um ihn.

Mit seinem Pfleger Patrick, den er seit Februar 2018 auch an seiner Seite hatte, verstand er sich sehr gut und in dessen Armen ist Martin Dorner nach seinem täglichen Spaziergang am 1. Juni 2019 ganz plötzlich verstorben.

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