Die Suche nach den eigenen Wurzeln

Vorarlberg / 18.06.2019 • 18:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ulrich Rhomberg, Harald Rhomberg und Referentin Ursula Simmerle gaben Tipps zur Ahnenforschung. bin
Ulrich Rhomberg, Harald Rhomberg und Referentin Ursula Simmerle gaben Tipps zur Ahnenforschung. bin

Die Ahnenforschung ist eine spannende Reise durch die Jahrhunderte.

Dornbirn Irgendwann kommt für viele Menschen der Moment im Leben, in dem sie sich fragen, wo die eigenen Wurzeln liegen. Die erste Anlaufstelle dafür sind die eigenen Eltern und Großeltern. Doch dann wird’s meistens spärlich mit den Informationen und alte, verstaubte Fotoalben geben auch keine weitere Auskunft.

Ahnenforschung ist umfassend. In Vorarlberg gibt es einige Vereine, die sich intensiv mit diesem Hobby auseinandersetzen. Unter anderem das Family History Center Dornbirn, die Interessengemeinschaft Ahnenforschung Ländle (IGAL) oder die Dornbirner Geschichtswerkstatt, die vergangene Woche Mitglieder und Interessierte zum Vortragsabend luden. Im Vorarlberger Hof erwarteten Obmann Ulrich Rhomberg, Harald Rhomberg (Stadtarchiv Dornbirn) und Referentin Ursula Simmerle (Leiterin des Family History Centers) zahlreiche Gäste.

Genealogie im Ländle

Genealogie, die Lehre des Stammbaums, korrespondiert mit vielen anderen Wissenschaften wie der Geographie, Kartografie, Geschichts-, Landes- und Heimatkunde, Wanderungsgeschichte, Heraldik sowie Siegel-, Handschriften- und Aktenkunde. „Es ist gerade zu Beginn nicht einfach, die Übersicht zu bewahren“, meint Simmerle. Sie rät daher: „Sammelt zunächst alles was ihr findet: Briefe, Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden sowie Ahnenpässe. Schritt für Schritt mit Mut und Ausdauer“, erklärt die Referentin weiter. Oftmals stelle sich dann die Frage: Wo finde ich weitere Daten? Matriken sind hierfür eine große Hilfe. Vorarlbergs Matrikenbücher sind alle im Internet recherchierbar, weitere Möglichkeiten gibt es im Archiv der Diözese Feldkirch. „Eine weitere Hilfestellung ist die Homepage familysearch.org“, meint Simmerle. Neben abrufbaren Mikrofilme ist es auch möglich, einen Online-Stammbaum zu erstellen. Als weitere seriöse Quellen zählt Simmerle Urbare, Grundbücher, Abgabeverzeichnisse, Zins-, Zehent- und Zunftbücher sowie Urkunden auf. Anschließend sollte man alle Namen (mit Daten), die zusammengetragen wurden, in eine leere Ahnentafel einfügen. „Generation für Generation arbeitet man sich dann durch die Jahrhunderte – und ist oftmals überrascht, in welche Richtung die Hobbyforschung einen treibt“, so die Referentin abschließend.

Unterstützung erhalten

Weitere Tipps dazu geben die ortsansässigen Vereine weiter. Das Center für Familienforschung wurde im Jahre 2006 eröffnet und erfreut sich seither großer Beliebtheit. Die Mitglieder bieten dort kostenlose Hilfe und Beratung für alle Anfänger und Fortgeschrittene. Auch der Verein IGAL – Landesverein für Familienforschung in Vorarlberg  unterhält eine kleine Bibliothek zum Thema Familienforschung und veranstaltet Kurse oder regelmäßige Forschertreffs in den verschiedenen Regionen. bin