Post AG kassierte neuerlich Abfuhr mit Klage gegen Gewerkschafter

Vorarlberg / 18.06.2019 • 19:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feldkirch Mit einem für den Gewerkschafter und Personalvertreter erfreulichen Ergebnis ist die Verhandlung am Berufungsgericht des Oberlandesgerichts in Innsbruck „Postmanagement gegen Franz Mähr“ zu Ende gegangen. Mit dem Beschluss bestätigt das Gericht das Urteil der ersten Instanz in Feldkirch. Der Berufung durch die Post AG wird nicht stattgegeben. Eine ordentliche Revision ist nicht zulässig.

Gerichtsprozesse seit 2017

Für Franz Mähr, der sich auch in den VN immer wieder gegen zum Teil unzumutbare Arbeitsbedingungen in den Zustellbasen zu Wort gemeldet hat, geht damit eine Zeit der Ungewissheit zu Ende. Seit der Personalvertreter auf Missstände aufmerksam macht, wird er seitens des Managements der Post juristisch ins Visier genommen. Die Gerichtsverfahren gegen den bei Personalvertretungswahlen äußerst erfolgreichen Arbeitnehmervertreter reichen bis 2017 zurück. In der aktuellsten Auseinandersetzung hatte sich Mähr mit dem schwerwiegenden Mobbing-Vorwurf gegen eine Führungskraft konfrontiert gesehen. Für AK-Vizepräsidentin Manuela Auer ist die Sache klar: „Wer die Urteilsbegründung liest, sieht, dass die Post sich zurecht eine juristische Backpfeife geholt hat. Es wird mehr als deutlich, dass eine haarsträubende Geschichte gebastelt wurde, um Mähr loszuwerden.“ Mähr selbst zeigt sich erwartungsgemäß erleichtert und sagt: „Ich habe immer die Hand ausgestreckt, Ideen und Vorschläge zu Verbesserungen in vielen Bereichen eingebracht. Leider ist auf der anderen Seite im Management die Lust am alten Konflikt ,Arbeitgeber gegen Arbeitnehmer‘ größer.“ VN-TW

„Ich bin an einer Zusammenarbeit interessiert, lasse mich aber nicht mundtot machen.“