Austria Lustenau hat neuen Partner

Sport / 19.06.2019 • 22:57 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ahmed Schäfer hat Ambitionen mit der Lustenauer Austria , möchte den Klub als Sponsor und in Form eines internationalen Netzwerks beleben.stiplovsek
Ahmed Schäfer hat Ambitionen mit der Lustenauer Austria , möchte den Klub als Sponsor und in Form eines internationalen Netzwerks beleben.stiplovsek

Unternehmer Schäfer steht wirtschaftlich und strategisch zur Seite.

Lustenau Er ist 37, studierter Wirtschaftswissenschafter, Fußball-Unternehmer und kommt aus Zürich. So nebenbei ist er auch der Cousin des aktuellen österreichischen Außenministers Alexander Schallenberg: Ahmed Schäfer heißt jener Mann, der als Partner die Austria wieder in höhere Sphären führen soll.

Der Zürcher verfolgt die Idee eines internationalen Fußball-Netzwerks, hat vor einigen Monaten den französischen Zweitligaklub Clermont gekauft und will auch in Dänemark einen Verein aus der zweithöchsten Spielklasse erwerben. „Die Austria passt in unser Netzwerk. Es ist ein in der Region verankerter Klub mit Ambitionen. Genau das, was wir gesucht haben“, begründet Schäfer sein Engagement in Lustenau.

Synergien nutzen

Und so funktioniert die Zusammenarbeit mit beiden Klubs: Es wird ein gemeinsames Marketing und Scouting geben, Spieler bekommen die Möglichkeit, sich im gemeinsamen Netzwerk gut zu entwickeln, Spezialcoaches und Experten werden ausgetauscht. Innerhalb der gemeinsamen Organisationen sollen alle möglichen Synergien genutzt werden.

Stark in der Region, bestens vernetzt über die Grenzen hinaus: Das gilt als Leitmotiv der Partnerschaft. „Die Austria ist in der zweiten Liga zu stark zum Absteigen, und zu schwach zum Aufsteigen. Das haben alle unsere drei Klubs gemeinsam. Das wollen wir ändern, sodass alle irgendwann in der höchsten Spielklasse vertreten sind“, skizziert Schäfer seine Ambitionen.

Schäfer und sein Team kommen nicht mit leeren Händen. Als Anschubfinanzierung gibt es 15 Prozent des Gesamtbudgets der Austria. Eine konkrete Summe wollten beide Seiten nicht nennen, es dürfte sich dabei aber um rund 300.000 Euro handeln.

Dass noch zur neuen Saison hin Spieler aus Frankreich nach Lustenau kommen, ist wahrscheinlich. Die Partnerschaft hat Schäfer indes nicht nur mit dem örtlichen Fußballklub gesucht. Er war auch bereits bei Bürgermeister Kurt Fischer. Der zeigte sich von den Vorstellungen des Zürchers sehr angetan. „Wir denken als Gemeinde auch über eine Form der Partnerschaft mit Clermont nach“, sagte der Gemeindechef. Fischer wohnte der Präsentation des neuen Austria-Partners im Planet Pure-Stadion selbst bei.

Angebot für Sponsoren

Schäfer verhehlt nicht, dass auch der geplante Stadionneubau in Lustenau für ihn eine Motivation für die Besiegelung der Partnerschaft war. „Bei zwei von unseren drei Klubs wird ein neues Stadion gebaut. Natürlich bringt so etwas Impulse.“

Von der neuen Partnerschaft sollen auch die Sponsoren der GrünWeißen profitieren. „Frankreich und Dänemark bieten für Vorarlberger Unternehmen durchaus interessante Möglichkeiten, in neue Märkte eintreten zu können“, sieht Finanzchef Christoph Wirnsperger einen weiteren Vorteil des Netzwerkes.

Die Zusammenarbeit zwischen der Austria und dem Schweizer Unternehmer wurde vorläufig auf fünf Jahre vereinbart.