Die Produktion wird vertikal

Markt / 19.06.2019 • 22:18 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
So wird sich der Neubau der Firmenzentrale an der Bregenzer Arlbergstraße präsentieren. rendering/Glatz
So wird sich der Neubau der Firmenzentrale an der Bregenzer Arlbergstraße präsentieren. rendering/Glatz

Glatz Gruppe investiert 10,5 Millionen Euro in sechsstöckigen Neubau der Zentrale Bregenz.

Bregenz Geplant wurde vier Jahre lang und am Ende steht nun ein Ergebnis, das so eigentlich gar nicht geplant war. „Die Idee eines klassischen Erweiterungsbaus haben wir verworfen, da die bestehenden Gebäude uns veraltete Grundrisse und Raumhöhen aufgezwungen hätten und das entspricht nicht unseren hohen Ansprüchen an eine zeitgemäße Produktion und Arbeitsumgebung“, erklärt Johannes Glatz, Geschäftsführer der Glatz Unternehmensgruppe, dem Spezialisten für Stempel, Schilder, Druckvorstufe und Flexodruck.

Statt einem Erweiterungsbau wird nun nebenan an der Bregenzer Arlbergstraße ein Neubau entstehen. Der Baustart ist bereits erfolgt. Konkret wird es ein Gebäude mit 3091 Quadratmeter Nutzfläche, aufgeteilt auf insgesamt sechs Etagen, eine davon im Tiefgeschoß. Die Flächen für die Produktion sind dabei auf vier Stockwerke aufgeteilt. Ein nicht alltägliches Konzept. „Die räumlichen Gegebenheiten haben uns zu dieser innovativen, vertikalen Planung bewogen, mit der wir uns auch bewusst für eine ressourcensparende Variante an unserem angestammten Standort entschieden haben“, sagt Johannes Glatz.

Mit Kalkputz verseift

Auch bei der Fassadengestaltung des sechsgeschossigen Baus, für den die Architekten Simon Metzler und Lukas Schelling von metzler.schelling verantwortlich sind, werden Akzente gesetzt. Denn die Fassade wird händisch mit Kalkputz verseift, wodurch sie wasserdicht wird und die Optik eine glatte, wolkige Erscheinung erhält. Die Ausführung übernimmt Gerold Ulrich, Spezialist für natürliche Rohstoffe. Zudem setzt die Bregenzer Unternehmensgruppe auf extragroße Fenster und helle Räume. „Im neuen Dachgarten im sechsten Stock können die Mitarbeiter Pausen im Haus an der frischen Luft verbringen“, freut sich Johannes Glatz über das Projekt. Auch weil es der innerbetrieblichen Philosophie, den Mitarbeitern vielfältige Angebote und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, sehr gut entspreche.

Insgesamt sind es 10,5 Millionen Euro, die die Unternehmensgruppe in ihr Bekenntnis zum Standort Vorarlberg investiert. Und dieses hält schon sehr lange. Denn Glatz ist seit Bestehen am Standort Bregenz zu finden. 1931 als Stempel- und Gravur-Betrieb gegründet, umfasst die Firmengruppe heute sechs Standorte in Österreich, Deutschland und der Schweiz und beschäftigt 80 Mitarbeiter, 55 davon in der Zentrale in Bregenz.

Neue Tätigkeitsbereiche

Mit dem Neubau wird auch Platz für neue Aufgabengebiete geschaffen. „Seit 2018 unterstützen wir Markenartikler in den Bereichen Repro, Beratung und Datenmanagement. Mit den neuen Räumlichkeiten tragen wir auch dem Ausbau dieser neuen Tätigkeitsbereiche Rechnung“, erklärt Johannes Glatz. Die Fertigstellung des Projekts ist bis Ende 2020 geplant. VN-reh

„Mit den Räumlichkeiten tragen wir auch dem Ausbau neuer Tätigkeitsbereiche Rechnung.“

Fakten

Neubau Firmenzentrale Bregenz

Baukosten 10,5 Millionen Euro

Planung metzler.schelling Architekten

Geplante Fertigstellung Ende 2020

Bauvolumen 14.774 m3

Nettonutzfläche 3091 m2

Überbaute Fläche 802 m2 mit Lichthof und Galerie

Glatz Unternehmensgruppe

Unternehmen Glatz Klischee GmbH, Glatz Stempel GmbH, Stempel Glatz AG CH, Humer Werbetechnik GmbH Ottensheim und Glatz Stempel GmbH München

Mitarbeiter 80

Standorte 6 Standorte in Österreich, Deutschland und der Schweiz