Radball-EM: Goldener Sechserpack im Visier

Sport / 20.06.2019 • 07:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Patrick Schnetzer/Markus Bröll und Kevin Bachmann/Stefan Feurstein vertreten Österreich bei der Radball-EM in Möhlin. Verein

Seriensieger Patrick Schnetzer/Markus Bröll bei Radball-EM in der Schweiz in der Favoritenrolle.

Höchst Das Duo Patrick Schnetzer und Markus Bröll dominiert seit vielen Jahren die weltweite Radballszene und hat seine Vormachtstellung nicht nur einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Anfang Jänner sicherte sich das Duo des ÖAMTC RV Mazda Hagspiel Höchst beim Finalturnier des UCI-Weltcups im deutschen Klein-Gerau nach den höchsten Auszeichnungen bei der Welt- und Europameisterschaft mit dem Gewinn des Weltcups nach 2014 und 2016 den dritten Grand Slam des Radballsports in einem Kalenderjahr.

Hochkarätiges Starterfeld

Nicht zuletzt wegen ihrer ellenlangen Erfolgsbilanz gehen der 25-jährige Schnetzer und der 32 Jahre alte Bröll am Samstag als klare Titelfavoriten ins Rennen bei der Europameisterschaft im schweizerischen Möhlin (Kanton Aargau). Vorarlbergs Mannschaft des Jahres hat seit fünf Jahren kein Spiel bei Europameisterschaften verloren und hat in der Gemeinde in der Nähe von Basel seinen sechsten Triumph in Serie im Visier. Trainervater und EM-Delegationsleiter Andreas Schnetzer: „Natürlich zählen wir zu den Favoriten. Doch die Konkurrenz ist hochkarätig und im Gegensatz zu einer Weltmeisterschaft, wo pro Nation nur eine Mannschaft spielberechtigt ist, sind bei einer EM zwei Mannschaften der führenden drei Radballnationen Österreich, Deutschland und der Schweiz zugelassen. So gesehen ist eine EM vom Niveau her eigentlich höher einzustufen als ein Weltmeisterschaft“, so Schnetzer.

Mit den Vizeweltmeistern Gerhard und Bernd Mlady aus Deutschland, Jiri Hrdlicka/Pavel Loskot (Cze), Damen Brecht/Niels Dirikx (Bel) sowie den Franzosen Quentin und Mathis Seyfried und Schnetzer/Bröll sind fünf der Top-6-Teams der 2018-WM in Lüttich bei der Europameisterschaft dabei.

EM-Debüt für Kevin Bachmann und Stefan Feurstein

Komplettiert wird das zehn Teams umfassende EM-Starterfeld u. a. durch die Lokalmatadore Severin und Benjamin Waibel und Österreichs zweites Duo, Kevin Bachmann und Stefan Feurstein (IG Sulz/Dornbirn). Letztere holten sich in den letzten drei Jahren jeweils den Unter-23-Europameistertitel und verzeichneten Ende April in Albungen als Dritte ihren ersten Podestplatz im UCI-Weltcup und führen die Gesamtwertung des insgesamt acht Einzelturniere umfassenden Radball-Weltcups an. Erklärtes Ziel von Bachmann/Feurstein bei ihrer ersten EM-Teilnahme in der Eliteklasse ist der Einzug ins Halbfinale.

Erklärte Saisonhöhepunkte beider Vorarlberger Mannschaften sind die Weltmeisterschaft vom 6. bis 8. Dezember in Basel bzw. das Weltcupfinale am 18. Jänner 2020 in Möhlin.