Endlich Schluss mit Schweiß

Gesund / 21.06.2019 • 10:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nach der Behandlung sind schnell alle Aktivitäten wieder möglich. khbg
Nach der Behandlung sind schnell alle Aktivitäten wieder möglich. khbg

Plastische Chirurgie bietet neue Behandlungsmethode.

feldkirch Jeder Zehnte leidet an übermäßigem Schwitzen unter den Achseln, von einer sogar krankhaften Hyperhidrose sind ca. 2,8 Prozent der Bevölkerung betroffen. Die Abteilung für Plastische Chirurgie am LKH Feldkirch bietet als schonende Alternative etwa zu Botox-Spritzen eine neue Methode an, mit der übermäßiger Achselschweiß um mehr als 80 Prozent und dauerhaft reduziert werden kann. Die Behandlung erfolgt ambulant mittels Mikrowellenenergie. Schwitzen ist ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers vor Überwärmung. Daneben gibt es aber auch Menschen, die generell übermäßig stark schwitzen. „Eine solche Hyperhidrose kann die Lebensqualität erheblich einschränken“, erklärt Primar Gabriel Djedovic, Leiter der Plastischen Chirurgie.

In Österreich leiden etwa 150.000 Personen an diesem Phänomen. Die primäre Hyperhidrose ist oft genetisch bedingt, beginnt in der Kindheit oder Pubertät und wird vor allem durch Stress, Angst oder übermäßige Anspannung ausgelöst. Bei der im LKH Feldkirch eingesetzten Methode werden mittels kontrollierter Thermolyse (Mikrowellen) Schweiß- und Geruchsdrüsen sowie Haarfollikel gezielt zerstört. Meist reicht eine ambulante Behandlung für ein dauerhaftes Ergebnis aus, manchmal braucht es eine zweite.

Nicht nur das vermehrte Schwitzen unter den Achseln, sondern auch unangenehmer Schweißgeruch und die Behaarung können so auf schmerzfreie Weise beseitigt werden. „Die Erfolgsquote liegt bei 82 Prozent nach nur einer Behandlung, die Patientenzufriedenheit bei über 90 Prozent“, erklärt Marion Dietl, Ärztin an der Abteilung für Plastische Chirurgie. Betroffene können über das Sekretariat der Plastischen Chirurgie unter der Telefonnummer 05522/303-1800 einen Termin vereinbaren.