Mehr Sicherheit in der Lustenauer Zellgasse

VN / 21.06.2019 • 10:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Begehnung der Ecke Bahngasse-Zellgasse. ERH

Erste Maßnahme soll die Querung für Radler und Fußgänger erleichtern.

lustenau Die Zellgasse ist keine idyllische Landstraße in freier Natur mehr, sondern eine stark frequentierte Route mitten durch ein Wohngebiet. Über die prekäre Situation für Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer, im Bereich Bahngasse bis Bruggerwiesen wird in der VN-Heimat seit 2017 in regelmäßigen Abständen berichtet. Schüler und Erwachsene, darunter Eltern mit Kindern und Kiki-Anhängern, sind Betroffene. In den Fokus geraten ist der Straßenabschnitt zusätzlich seit dem Neubau des Bahnhofs Lustenau und durch den Verlauf der Landesradroute entlang der Bahngasse.

Erste Verbesserungsmaßnahme

Anlässlich einer Begehung mit Anrainern freute sich kürzlich Manfred Hagen, Verkehrssprecher der Lustenauer Grünen, darüber, dass inzwischen eine von mehreren vorgesehenen Maßnahmen vonseiten des Landes ausgeführt wurde. „Für eine erweiterte Sicht beim Einbiegen oder Queren wurde die Haltelinie von der Bahngasse um mehrere Meter in die Zellgasse verschoben. Durch Poller wurde die Zufahrt zur Abbiegespur in Richtung Ampelkreuzung Hagstraße abgesichert“, beschreibt Hagen die geänderte Situation.

„Besonders das Queren der Zellgasse mit Kindern und für die Schüler ist gefährlich. Die Autos fahren zu schnell. Ich bin für die Herabsetzung der Geschwindigkeit und das Anbringen einer bedarfsorientieren Ampel“

Eva-Maria Resch
Anrainerin

Auf Anfrage teilt Johannes Zangerl, Tiefbauleiter der Gemeinde Lustenau, mit, dass nach der Umsetzung eines ersten Schrittes weitere Planungen seitens des Landes zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bestehen. Er weist darauf hin, dass es sich um eine Landesstraße handelt. Temporeduktion (Bezirkshauptmannschaft wurde angefragt), zusätzliche Markierungen, Querungshilfen oder die Änderung der Straßenführung – wie bereits im Juli 2018 angesprochen – seien geplant. Anrainerinnen, darunter Brigitte Kopf, bringen indes vor Ort ihre Ideen ein – eine 40-er-Beschränkung, eine Blink­ampel oder eine Auframpung vor den vorhandenen Zebrastreifen – gehören dazu. Dem schließt sich Sonja Vogel an mit dem zusätzlichen Wunsch, man möge nicht nur reden, sondern Taten folgen lassen.

Vonseiten des Landes Vorarlberg informiert Arno Schwärzler, Fachbereichsleiter Abteilung Straßenbau, über die Komplexität der Anforderungen, wenn die Interessen der Anrainer und der Verkehrsteilnehmer inklusive Busse zu vereinen sind. Er verweist darauf, dass mehrere Behörden (Land Vorarlberg, BH Dornbirn und teilweise die Gemeinde Lustenau) mit ihren rechtlichen Rahmenbedingungen und Amtswegen involviert sind.

„Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit. Die Situation entlang der Zellgasse ist bei allen drei Zebrastreifen von Bruggerwiesen bis zur Bahngasse gefährlich. Die Autofahrer sind zu schnell unterwegs“.

Karin Hämmerle
Anrainerin

Verschiedene Varianten für die Verbesserung der Sicherheit seien geplant und liegen vor. Dazu äußert Manfred Hagen sein Anliegen: „Ich hoffe, dass durch die effektive Zusammenarbeit der Beteiligten möglichst rasch weitere Verbesserungen umgesetzt werden.“ erh