Ein Jahr nach dem Höhlenunglück

Welt / 23.06.2019 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mitglieder des geretteten Fußballteams nehmen am Lauf teil. ap
Mitglieder des geretteten Fußballteams nehmen am Lauf teil. ap

Thailands gerettete Fußballer laufen zum Jahrestag für guten Zweck.

chiang rai Ein Jahr nach dem Höhlenunglück in Thailand hat die damals eingeschlossene Fußballmannschaft zusammen mit ihrem Trainer an einem Wohltätigkeitslauf an der Tham-Luang-Höhle teilgenommen. Elf der zwölf Buben schlossen sich gestern rund 5000 Joggern und Radfahrern an, die Geld für die Umgestaltung der bisher noch geschlossenen Höhle sammelten.

Touristenattraktion

Die Umgebung der Höhle in Mae Sai wird seit der spektakulären Rettungsaktion von Touristen überrannt. Die zwölf Buben und ihr Fußballtrainer waren am 23. Juni 2018 bei einem Ausflug in der Tham-Luang-Höhle im Norden Thailands von schnell steigenden Wassermassen eingeschlossen worden. Erst nach 17 Tagen konnten alle Kinder in einer aufwendigen und gefährlichen Rettungsaktion von Tauchern und Hunderten internationalen Helfern befreit werden. Das Schicksal der Nachwuchsfußballer hatte in aller Welt über Wochen für Schlagzeilen gesorgt.

An dem Rettungseinsatz waren Elitesoldaten der thailändischen Marine und Extremtaucher aus aller Welt beteiligt. Der thailändische Taucher Saman Gunan starb, während er Sauerstoffflaschen in die Höhle brachte. Der Wohltätigkeitslauf am gestrigen Sonntag führte an einer Statue vorbei, die zu Ehren des Soldaten errichtet wurde. Einer der Burschen sagte, das Höhlenunglück habe sein Leben verändert. „Ich habe so viel erlebt“, sagte der 17-jährige Pornchai Kamluang bei dem Sechs-Kilometer-Lauf. Der Trainer Ekkapol Chantawong, der immer noch mit den Buben trainiert und inzwischen auch seine eigene Fußballschule gegründet hat, bedankte sich bei allen Helfern, die vor einem Jahr so viel Zeit investiert hatten, „um mich und die Jungs sicher aus der Höhle zu holen“.