Nachwuchskicker ermittelten ihre Landesmeister

Sport / 23.06.2019 • 17:30 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Die Spieler des FZ Mittelwald holten sich den Titel bei den Unter-14-Jährigen. VN/LERCH

Mittelwald, FC Dornbirn und VfB Hohenems sicherten sich die Titel.

Bludenz Kickt der Nachwuchs, ist gute Stimmung garantiert, denn niemand feuert junge Fußballer so herrlich euphorisch an, wie das Mütter, Väter, Omas, Opas, Tanten und Onkel tun. Das bewahrheitete sich einmal mehr beim Finaltag in der Sportarena Unterstein in Bludenz. Schon beim ersten Spiel um 11 Uhr vormittags war die Tribüne gut gefüllt. Die Fans des FZ Mittelwald kamen gut gerüstet mit Kuhglocken jeder Größe und spornten ihre Jungs mit Gebimmel zu Höchstleistungen an, die schließlich auch belohnt wurden. Die Anhänger der anderen Finalisten unterstützten ihre Mannschaften ebenfalls lautstark mit Sprechgesängen. Am Ende eines spannenden Tages durften der FZ Mittelwald (U14), der FC Mohren Dornbirn (U16) sowie der VfB Hohenems (U18) die diesjährigen Landesmeistertitel mit nach Hause nehmen. 

Das Spiel gedreht

Das Auftaktspiel bestritten die U-14-Teams des FZ Mittelwald und des SC Austria Lustenau. In einem flott geführten Match gingen die Bregenzerwälder nach 90 Minuten hochverdient als Sieger vom Platz, weil sie über weite Strecken das deutlich aktivere Team waren und schon früh die ersten guten Torchancen vorfanden. In der 8. Minute dann die kalte Dusche: Tormann Lorenz Sutterlüty hatte im Strafraum einen anstürmenden Lustenauer zu Fall gebracht.  Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter, den Enes Koc souverän verwandelte. Der Treffer verlieh den Lustenauern neuen Schwung, sie tauchten öfter vor dem Tor des FZ Mittelwald auf. Der wirkte in der Folge etwas unsortiert. In der 25. Minute wendet sich dann das Blatt und Melchior Sutterlüty traf mit einem sehenswerten Freistoß zum Ausgleich. In der zweiten Halbzeit drückte der FZ Mittelwald vehement auf den Führungstreffer. Florian Hammerer ließ sich die Chance in der 55. Minute nicht entgehen. Er netzte mit einem Kopfball ein. Das 3:1 in der 61. Minute durch Marius Schedler war schließlich nur noch Formsache.

Bei den Unter-16-Jährigen dominierte der FC Dornbirn.

Knappe Angelegenheit

Knapper ging es im Finale der U16 zwischen dem VfB Hohenems und dem FC Dornbirn zu. Die beiden Teams schenkten einander nichts, wobei Dornbirn beständig im Vorwärtsmodus lief, dabei im Abschluss jedoch oft ungenau und überhastet agierte. In dieser Partie fiel der erste Treffer ebenfalls schon früh. Elias Klaric traf bereits in der 11. Minute für die Rothosen. Nach der Pause dominierte wieder der FC Dornbirn. VfB-Tormann Emir Genc hielt seine Kollegen mit einigen gelungen Paraden aber im Spiel. Dabei mangelte es der Truppe von Peter Sallmayer keineswegs an Kampfgeist. Der schien erst gebrochen, als Dornbirn in der 70. Minute das 0:2 erzielte. Doch noch einmal bäumten sich die Hohenemser auf und kamen per Freistoß, der von Nicola Potic in der 76. Minute perfekt getreten wurde, zum Anschlusstreffer. Die in der Schlussphase hüben wie drüben herausgespielten Chancen brachten allerdings keine Ergebniskorrektur mehr.

Eine klare Sache

Dafür hielt sich der VfB Hohenems im Finale bei den Unter-18-Jährigen schadlos. Mit einem 3:0 fiel der Sieg gegen RW Rankweil relativ deutlich aus. Hohenems bestimmte das Geschehen von Anfang an, war auch technisch die bessere Mannschaft. Rankweil versuchte tapfer mitzuhalten, erspielte sich durchaus zwingende Chancen, nur der Ball wollte und wollte nicht ins Tor oder wurde zu einer Beute von Tormann Hakan Karedeniz. Das Spiel zeichnete sich insgesamt durch Schnelligkeit und einen unermüdlichen Kampf um jeden Ball aus.

Der VfB Hohenems zeigte bei den Unter-18-Jährigen Dominanz.

Von den Unter-7-Jährigen bis zu den Unter-18-Jährigen sind es rund 10.000 Kinder und Jugendliche, die in Vereinen organisiert sind. VFV-Sportdirektor Andreas Kopf lobt die Nachwuchsarbeit. „Es gibt sehr viele Vereine, die sich extrem um guten Nachwuchs bemühen“, sagt er. Der Trainermangel stellt immer noch ein Problem dar. Das Projekt „Kinderfußball“ soll es lösen. Oliver Mattle ist seit heuer unermüdlich in den Vereinen unterwegs, um Trainier zu gewinnen, auszubilden und zu coachen. Kopf weiß um die hohe Fluktuation in diesem Metier, auch weil viel ehrenamtlich gemacht wird. Trotzdem gelingt es, jährlich etwa 80 Trainerinnen und Trainer zu mobilisieren. Marlies Mohr

VFV-ASVÖ-Nachwuchs-Finaltag 2019 in Bludenz

Unter 14

FZ Mittelwald – SC Austria Lustenau 3:1 (1:1)

Sportarena Unterstein, 200 Zuschauer, SR Kaya, Torfolge: 8. 0:1 Enes Koc, 25. 1:1 Melchior Sutterlüty, 55. 2:1 Florian Hammerer, 61. 3:1 Marius Schedler

FZ Mittelwald: Lorenz Sutterlüty; Sebastin Fink, Magnus Metzler, Vinzenz Mennel, Johannes Knauseder, Kilian Helbock, Melchior Sutterlüty, Julius Vögel (38. Dominik Fetz, 53. Kevin Elmenreich), Leif Schick, Marius Schedler, Florian Hammerer (77. Julian Deronja)

SC Austria Lustenau: Kerem Akdag; Alfonso Sajol, Julian Gunz, Süleyman Caglar (41. Julian Jäger), Laurin Hagen (29. Georgios Bournas), David Schelling, Mirac Özcan (62. Elisas Sutterlüty), Görkem Daldal, Arda Karadag (67. Linus Gunz), Enes Koc, Fancis Sajol

U 16

VfB Hohenems – FC Mohren Dornbirn 1:2 (0:1)

Sportarena Unterstein, 400 Zuschauer, SR Gojic, Torfolge: 11. 0:1 Elias Klaric, 70. 0:2 Marco Maric-Pranjic, 76. 1:2 Nicola Potic

VfB Hohenems: Emir Genc; Samed Öz (66. Marco Mathis), Manuel Reis, Niklas Heimböck, Julian Höffernig (387 Serdar Demir), Hidayet Kandemir Mert Ünal, Elias Rapaic, Nikola Potic, Mikail Yüce, Niclas Kurrent (28. Mihael Mihaylov),

FC Mohren Dornbirn: Hasan Gündogdu; Aaron Fontain (32. Max Fässler), Felix Gunz, Collin Ritter, Elias Klaric (26. Justin Djordjevic), Marko Maric-Pranjic, Konstantin Pfeiffer, Martin Krizic, Elias Hartmann (45. Eren Öztürk), Luca Greppi (66. Serdar Calim), Efe Aras (74. Aaron Winsauer)

U18

VfB Hohenems – RW Rankweil

Sportarena Unterstein, 300 Zuschauer, SR Krizic, Torfolge: 33. 1:0 Can Demiral, 41. 2:0 Adrian Kappei, 85. 3:0, Adrian Kappei

VfB Hohenems: Hakan Karedeniz; Danijel Spasojevic, Yannick Gross, Berkant Özmen (75. Alihan Zeybek), Volkan Demiral, Can Demiral (86. Luca Demuth), Luca Vater, Raphael Schmid, Sinan Demiral, Maximilian Seger (56. Valentin Wolfgang), Adrian Kappei

RW Rankweil: Justin Jutz, Alexander Baumgartner (56. Emir Yigit), Göktug Karadasoglu (44. Pascal Böckle), Arif Canberi (30. Cüneyt Ertugral), Mathias Murer, Mohamed Sayadi (62. Benjamin Böckle), Nico Theofanidis, Simon Domig, Philipp Baldauf, Viktor Matt, Mert Aydin