Rotes Kreuz als Bereicherung

Vorarlberg / 23.06.2019 • 17:57 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„Die verbleibende Zeit genießen meine Gattin und ich mit der Famile.“ viw
„Die verbleibende Zeit genießen meine Gattin und ich mit der Famile.“ viw

Mehr Zeit für die Familie. Rot Kreuz-Präsident. Mehrere Aufsichtsratsmandate.

BREGENZ „Die Zeit der Fremdbestimmung hat sich stark reduziert, wenn mich auch meine verschiedenen Funktionen durchschnittlich zwei Tage in der Woche beschäftigen.“ So Dr. Ludwig Summer (69), der seit 40 Jahren in der Vorarlberger Elektrizitätswirtschaft tätig ist, davon 20 bzw. zwölf Jahre als Vorstandsmitglied der Vorarlberger Illwerke bzw. Kraftwerke und seit nunmehr sechs Jahren als deren Aufsichtsratsvorsitzender. Und Summer weiter: „Die verbleibende Zeit genießen meine Gattin Carin und ich gemeinsam mit der Familie. Das Spielen mit den Enkeln genieße ich sehr.“

„Eine Bereicherung meiner Lebenssituation ist die ehrenamtliche Tätigkeit beim Roten Kreuz Vorarlberg“, erläutert Summer, der seit 2013 Präsident des Landesverbandes Vorarlberg des Roten Kreuzes ist. Täglich sind nachts und an Wochenenden über 70 ehrenamtliche Retter in Vorarlberg im Einsatz. Insgesamt leisten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Jahr rund 500.000 Stunden zum Wohle der Bevölkerung und dies mit höchster fachlicher Qualität. Darüber hinaus beschäftigt das Rote Kreuz im Land rund 200 Zivildiener und 200 hauptamtliche Mitarbeiter. Summer: „2013 hat mich der frühere Präsident Dipl.-Vw. Siegfried Gasser mit Direktor Gozzi gebeten, seine Nachfolge zu übernehmen. Nach kurzer Überlegung habe ich zugesagt und ich bin laufend tief beeindruckt vom unermüdlichen Einsatz unsere Kolleginnen und Kollegen“, schildert Summer.

Aufsichtsratsmandate

Summer hat auch noch mehrere Aufsichtsratsmandate inne. So ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Vorarlberger Energienetze GmbH sowie Aufsichtsrat bei der Transnet BW GmbH Stuttgart und bei der Fachhochschule Vorarlberg.

Die vier Jahrzehnte, in denen Summer in der Vorarlberger E-Wirtschaft tätig war, waren eine äußerst bewegte Zeitspanne mit vielen Meilensteinen. So kam es 1995 zum Aktientransfer vom Bund an das Land Vorarlberg, 1999 zur Liberalisierung der E-Wirtschaft auf europäischer Ebene und zum Ausscheiden der Verbundgesellschaft aus dem Illwerke-Vertragswerk sowie zur vertieften Zusammenarbeit mit der Energie Baden-Württemberg AG. In den Jahren 2004 bis 2008 erfolgte der Bau des Kopswerkes II, 2010 die Eigenvermarktung von 50 Prozent des Illwerke-Energiedarbietens und 2011 der einstimmige Landtagsbeschluss zum weiteren Ausbau der Wasserkraft in Vorarlberg. 2014 wurde der Bau des Obervermuntwerks II beschlossen.

„Voraussetzung dafür war einerseits ein tolles Team. Seit 1993 ist zum Beispiel Christof Germann mein Kollege, mit dem ich am engsten zusammengearbeitet habe, der wie auch andere wesentlich zu den Erfolgen beigetragen hat. Andererseits war es das vertrauensvolle Verhältnis zum Eigentümervertreter. Am längsten mit LH Herbert Sausgruber, der alle Meilensteine gutheißen und dann politisch vertreten musste. Ohne seine Einsicht und sein Vertrauen wäre vieles von dem erfolgreichen Vorarlberger Weg nicht möglich gewesen“, so Summer zusammenfassend. EE

Zur Person

Dr. Ludwig Summer

Geboren 10. Februar 1950 in Bregenz

Ausbildung Gymnasium, Jus-Studium in Innsbruck

Beruflicher Werdegang Gerichtsjahr, 1975 bis 1978 im Vorarlberger Landesdienst, 1978 bis 2013 Vorarlberger Illwerke AG, ab 1993 Vorstandsmitglied; 2001 bis 2013 Vorstandsmitglied der Vorarlberger Kraftwerke AG; seit 1. Juli 2013 Aufsichtsratsvorsitzender der Vorarlberger Illwerke AG und Vorarlberger Kraftwerke AG.

Familie verheiratet, zwei Töchter, drei Enkel.