Hitzewelle steht unmittelbar bevor – und sie bleibt

Vorarlberg / 24.06.2019 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nathalie zeigt es an. Die Temperaturen nähern sich mit Windeseile der 30-Grad-Marke. Schon heute könnte sie geknackt werden. Danach wird es noch heißer. VN/PAULITSCH

Temperaturen von mehr als 35 Grad bringen Vorarlberger Mitte der Woche zum Glühen.

Schwarzach Der Hitzesommer wärmt sich langsam auf. Was am gestrigen Sonntag mit dem Aufreißen der Wolkendecke begann, wird sich allmählich zu einer Sauna mit rekordverdächtigen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein entwickeln. Das sagen zumindest die Meteorologen voraus.

Warm auch in der Nacht

„Am Montag wird es in der Früh noch relativ frisch sein. Die Temperatur liegt bei 11 bis 15 Grad. Doch die Erwärmung folgt bald. Schon gegen Mittag steigt die Quecksilbersäule auf 25 Grad und kann sich im Laufe des Nachmittags schon bis zu 30 Grad hinaufschwingen“, gibt Susi Lentner von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik einen Ausblick auf den Beginn dessen, was danach folgen wird.

„Am Dienstag wird die Hitzewelle dann endgültig auch in Vorarlberg angekommen sein“, prognostiziert die Expertin. Was bedeutet, dass strahlender Sonnenschein und 33 bis 34 Grad am Dienstag möglich sind. Dabei bleibt es die Luft trocken. Schon in der Nacht auf Dienstag kühlt es kaum mehr unter 20 Grad ab.

Hitzewarnung

Die Hitzewelle sollte am Mittwoch die nächste Steigerung erfahren. Es bleibt in der Nacht erneut sehr warm, mit bis zu 21 Grad. Am Tag wird sich die Luft dann schnell aufheizen. Maximaltemperaturen von bis zu 35 Grad sind möglich. Auch am Donnerstag geht es mit großer Hitze und Temperaturen von 35 Grad weiter. Einziger Unterschied zu den Vortagen: Die Luft wird labiler, es könnte zu ersten Wärmegewittern kommen. Für die heißesten Tage der Woche wird schon jetzt eine Hitzewarnung ausgesprochen. „Das heißt, dass sich ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen schützen sollten. Aber auch auf kleine Kinder muss man aufpassen, sie nicht ohne Sonnenhut ins Freie lassen und Sonnenschutzcreme auftragen“, erklärt Lentner die praktischen Empfehlungen einer Hitzewarnung.

Tendenz zu Persistenz

Mit der ganz großen Hitze sollte es dann anschließend zumindest vorübergehend vorbei sein. Dennoch ist ein dramatischer Wetterumschwung nicht absehbar. „Wir haben derzeit eine nordwestliche Höhenströmung, und es besteht eine Tendenz zu einer gewissen Persistenz. Das heißt: Es könnte sich eine länger bleibende stabile Wetterlage entwickeln“, erläutert die ZAMG-Expertin ein mögliches Wetterszenario für die nächste Zeit.