Vorarlberg will mit Mentalprojekt Spitzensportlern zum Durchbruch verhelfen

Sport / 24.06.2019 • 16:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Simon Nussbaumer vom Olympiazentrum ist federführend für das Porjekt „Success is a Mindset“ zuständig. Vorarlbergs Spitzensportler sollen dadurch leistungsstärker werden. VN

Erfolg passiert auch im Kopf. Gemäß dieser Erkenntnis geht Vorarlberg neue Wege im Leistungssport.

Bregenz „Success is a Mindset“ nennen die Verantwortlichen ihr Projekt. Soll heißen: „Erfolg ist eine Sache der Haltung.“ Gemeinsam schlagen das Land Vorarlberg und das Olympiazentrum damit im Leistungssport einen neuen Weg ein. Dieser Weg führt durch Kopf und Seele jener Athleten, die vom Talent her zu Spitzenleistungen fähig sind. Die ersten Nutznießer des Vorhabens sollen hoffnungsvolle Athleten im Vorarlberger Skiverband sein, dessen Direktor Walter Hlebayna in die Aktivitäten eingebunden ist.

Mensch im Zentrum

Fünf mentale Erfolgsfaktoren haben die am Projekt Beteiligten im Laufe ihrer Vorbereitungsarbeit bereits ausgemacht: Begeisterung, Mut, Wille, Gespür und Eigenverantwortung. Es geht um die Schärfung und Entwicklung dieser inneren Tugenden. Dass die in den Genuss der Betreuung kommenden Athleten die sportlichen Voraussetzungen mitbringen, versteht sich von selbst. „Der Mensch und die Persönlichkeit stehen aber noch mehr im Zentrum“, erklärt Simon Nussbaumer vom Olympiazentrum Vorarlberg.

Pate für „Success is a Mindset“ stand eine bittere Erkenntnis im Vorarlberger Spitzensport: Vorarlberger Sportlerinnen und Sportler sind vielfach in den Nachwuchsbewerben führend, beim Durchbruch an die Spitze im Erwachsenensport versagen sie dann. Infolgedessen hat der Vorarlberger Skiverband mit 15 Trainerinnen und Trainern im alpinen Bereich in einem zweijährigen Prozess Basisarbeit geleistet und gemeinsam mit Eltern auf Basis dieser Erfolgsfaktoren Einschätzungen durchgeführt. „Wie können wir durch die Türe zur Weltspitze rauschen? Das gilt es zu ergründen“, formuliert Hlebayna das Ziel.

Erste Analysen

Im vergangenen Frühjahr gab es erste Analysen mit den Trainingsgruppen im Skiverband und mit einigen Bezirken. Die Erkenntnisse der Forschungsarbeit soll in weiterer Folge anderen Sportverbänden genauso zur Verfügung gestellt werden wie Familien, anderen Vereinen oder Organisationen in der Wirtschaft.