Ein größerer Horizont

Markt / 25.06.2019 • 22:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
FFG-GF Henrietta Egerth und Stv. Generaldirektor Wolfgang Burtscher. FFG
FFG-GF Henrietta Egerth und Stv. Generaldirektor Wolfgang Burtscher. FFG

8,22 Mill. Euro für Vorarlbergs Blick über den „Horizon 2020“.

Schwarzach, Wien, Brüssel Das EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 unterstützt die Grundlagenforschung und innovative Produktentwicklung. Es handelt es sich um das weltweit größte transnationale Programm für Forschung und Innovation. Zwischen 2014 und 2020 stehen dafür rund 75 Milliarden Euro zur Verfügung, so der für das Programm zuständige stellvertretende Generaldirektor für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission in Brüssel, der Bludenzer Wolfgang Burtscher. Und er sagt, warum das Forschungs- und Entwicklungsprogramm so hoch dotiert ist: „Es besteht eine klare Korrelation zwischen Investitionen in Forschung und Innovation und Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen.“

Nach Österreich sind bislang 1,179 Milliarden Euro geflossen, Ziel sei es, bis 2020 1,5 Milliarden Euro zu lukrieren, sagt die Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsgesellschaft (FFG9), Henrietta Egerth. Die FFG ist für das Handling der Förderung in Österreich zuständig, im Land ist die WISTO Ansprechpartner. Vorarlberger Horizon-Teilnehmer erhielten Förderungen in der Höhe von 8,2 Millionen Euro. 23 Projekte wurden und werden in Sachen F&E im Land durch das Programm gefördert. Die Top Player in Vorarlberg sind die Zumtobel-Firma Tridonic GmbH & Co KG, High Q Laser GmbH, Viessmann Holzfeuerungsanlagen GmbH, Zumtobel Lighting GmbH und Obrist Engineering GmbH. Die Vorarlberger Horizon 2020-Teilnehmer beschäftigen sich besonders mit Themen, um den Verkehr intelligenter, umweltfreundlicher und integrierter zu gestalten. Aber auch mit industriellen Technologien und der Energie.

Zu den Zielgruppen des EU-Programms zählen Einzelforscher sowie Unternehmen. Angestrebt werden mit dem Förderprogramm insbesondere auch Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Selbstverständlich fördert die EU nur grenzüberschreitende Projekte, also Vorhaben, die Firmen, Universitäten, Forschungsinstitutionen aus verschiedenen EU-Ländern gemeinsam durchführen. „Für alles andere gibt es noch nationale Förderprogramme“, klärt Joachim Heinzl, Geschäftsführer der WISTO, die im Land der erste Ansprechpartner für Förderansuchen, egal ob national oder auf europäischer Ebene, ist, auf. VN-sca

FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth und Stv. Generaldirektor Wolfgang Burtscher. FFG
FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth und Stv. Generaldirektor Wolfgang Burtscher. FFG

Horizon 2020 Vorarlberg

75 Mrd. Euro stehen im Horizon 2020-Programm für F&E-Projekte zur Verfügung. Österreich: 1,2 Mrd. Euro.

 

8,2 Millionen Euro flossen aus dem Horizon- 2020-Programm der Europäischen Union nach Vorarlberg.

 

22 Projekte werden in Vorarlberg gefördert, das sind 1,1 Prozent der Projekte mit Österreich-Präsenz.