Austria verspricht Action

Sport / 27.06.2019 • 22:28 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Sieben der bislang acht Neuzugänge vor dem Hotel Gotthard in Lech, v. l.: Thomas Mayer, Christian Schilling, Matthias Morys, Michael Lageder, Dominik Schierl, Pius Grabher und Sebastian Feyrer.Steurer/2
Sieben der bislang acht Neuzugänge vor dem Hotel Gotthard in Lech, v. l.: Thomas Mayer, Christian Schilling, Matthias Morys, Michael Lageder, Dominik Schierl, Pius Grabher und Sebastian Feyrer.Steurer/2

Mit Rückkehrer Pius Grabher, Thomas Mayer und Christian Schilling stehen drei Ex-Rieder im Lustenauer Kader.

Lech Selbst im Wintersportort Lech am Arlberg klettert das Thermometer derzeit täglich über die 30-Grad-Grenze. Dennoch musste das traditionelle Rüfikopf-Frühstück der Austria im Trainingslager noch wegen zu viel Schnee ausfallen. Für Bewegung und Abwechslung ist bei den Grün-Weißen in den Tagen des Höhentrainingslagers dennoch gesorgt. Vor allem dank Clemens Walch, Hausherr des Hotel „Gotthard“, der einmal mehr ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt hat, aber auch Conditioning-Coach Tamas Tiefenbach, der seinen Schützlingen Beine macht. Dass der 46-jährige Rückkehrer nicht der einzige Neuzugang aus Ried ist, sorgt auch innerhalb für Gesprächsstoff und liefert so manche Anekdote. Das bestätigte mit Pius Grabher ein weiterer Rückkehrer. „Das sorgt doch gleich für Action“, schmunzelt der 25-Jährige, der bei seinem Stammklub wieder durchstarten will. Neben Grabher bringen auch Thomas Mayer (23) und Christian Schilling (27) eine sportliche Vergangenheit aus dem Innviertel mit.

Keine Favoritenrolle

Komplettiert wird das derzeitige Team der Neuzugänge durch Sebastian Feyrer (22/Kapfenberg), Michael Lageder (28/FC Juniors), Dominik Schierl (24/Wr. Neustadt), Christoph Freitag(29/FC Wacker – derzeit verletzt) und Routinier Matthias Morys (32). Der 32-Jährige war die erste Neuverpflichtung von Christian Werner für die kommende Saison und sorgt beim Sportchef noch heute für Riesenfreude. „Ein richtig geiler Fußballer“, so der 38-Jährige. Was das Einkaufsprogramm betrifft, so soll laut Werner noch ein Offensivspieler – wohl ein Angreifer – hinzukommen. Seine Zufriedenheit ob der Verpflichtung der neuen Spieler will er aber nicht zugleich als Favoritenbürde sehen. Zumal die Verträge über die Saison hinaus laufen. „Für die Mannschaft ist es wichtig, sich zu finden. Deshalb ist dieses Trainingslager auch so extrem wichtig.“

Auch für Morys stellt sich die Favoritenfrage nicht. „Wir schauen, was rauskommt“, blickt der Deutsche mit RB-Leipzig-Vergangenheit in die Zukunft und betont: „Ich fühle mich hier sehr wohl.“ Und mit einem Blick auf die Mannschaft meint er: „Eine sehr ordentliche Truppe, die spielerisch mehr drauf hat, als fast jede deutsche Drittligamannschaft.“ Für den Ex-Altacher Christian Schilling braucht es „um Titel zu holen“ mehr als nur die Spieler. Und der Ex-Rieder Thomas Mayer will keinen Vergleich mit dem Klub aus dem Innviertel ziehen. „Wir müssen auf uns schauen“, erteilt er der Frage, ob die Saison auf einen Zweikampf zwischen Ried und der Austria hinauslaufe, eine Absage.

Lech will eigenen Fußballplatz

Der Umbruch im Kader – mit Nicolas Mohr, Firat Tuncer, William, David Otter, Pius Dorn, Timo Friedrich, Sandro Djuric, Maximilian Waack, Petar Pavlovic und Gabryel haben auch zehn Spieler den Verein verlassen, Rocyan und Lucas Barbosa könnten folgen – sorgt nach dem vereinsinternen Umbruch an der Klubspitze zum Frühjahrsstart für weitere Aufbruchstimmung. „Für diesen Kader haben wir viele Ideen eingebracht“, erklärt Vorstandsmitglied Valentin Drexel (30). Das bestätigt auch Werner, zumal er in den Verhandlungen mehrfach eines immer wieder erfahren musste: „Wegen des Geldes wechselt kein Spieler nach Lustenau. Wir mussten sie deshalb von unserem Weg und ihrer Rolle überzeugen.“ So durfte das 2,9-Mio.-Euro-Budget nicht überschritten werden.

Gemeinsam mit Gastgeber Clemens Walch („In Lech wird an der Realisierung eines Fußballplatzes mit internationalen Maßen gearbeitet“), der gerne mehr Fußballklubs im Trainingslager am Arlberg sehen würde, absolvierte die Mannschaft noch einen Golfschnupperkurs. Gefischt wurde ebenfalls, zum fußballspezifischen Training am Platz fuhr man zudem nach Bürs.

„Die dritte Liga in Deutschland lebt von der Robustheit der Spieler.“

„Gotthard“-Chef Clemens Walch mit Gattin Nicole im Gespräch mit Pius Grabher.
„Gotthard“-Chef Clemens Walch mit Gattin Nicole im Gespräch mit Pius Grabher.
Sieben der bislang acht Neuzugänge vor dem Hotel Gotthard in Lech, v. l.: Thomas Mayer, Christian Schilling, Matthias Morys, Michael Lageder, Dominik Schierl, Pius Grabher und Sebastian Feyrer.Steurer/2
Sieben der bislang acht Neuzugänge vor dem Hotel Gotthard in Lech, v. l.: Thomas Mayer, Christian Schilling, Matthias Morys, Michael Lageder, Dominik Schierl, Pius Grabher und Sebastian Feyrer.Steurer/2