Michael Dünser ist der „Mister Gymnaestrada“ in Götzis

Vorarlberg / 27.06.2019 • 19:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Michael Dünser legt sich für die Gymnaestrada ins Zeug. Berchtold
Michael Dünser legt sich für die Gymnaestrada ins Zeug. Berchtold

Der Pensionist übernahm die Leitung beim Aufbau der Außenbühne und
des Festzelts.

GÖTZIS Götzis ist eine der Turnhochburgen in Vorarlberg. In der örtlichen Sportgemeinschaft mit ihren 800 Mitgliedern sind allein 400 Kinder aktiv, turnen und betreiben Sportgymnastik. Und dann ist da auch noch Zurcaroh, die weltberühmte Akrobatengruppe, die im Vorjahr in den USA für Furore sorgte und ein Stück Götzis hinaus in die staunende Welt trug. Und die ihren einzigen Auftritt beim diesjährigen Weltturnfest in Götzis absolvieren wird. Dass die 12.000-Einwohner-Kommune die Weltgymnaestrada 2019 daher besonders zelebriert, ist Ehrensache.

Tatsächlich wird am Kummenberg zwischen dem 7. und dem 13. Juli einiges los sein. 900 Dänen werden sich im Nationendorf einquartieren, ganz Götzis freut sich auf eine Woche Sport, Party und Musik.

Michael Dünser gehört zu jenen, die den Spaß nach monatelanger harter Vorarbeit ermöglichen sollen. Der 67-jährige Pensionist ist hauptverantwortlich dafür, dass die Außenbühne und das Festzelt für viel Spektakel zur Verfügung stehen. „Die Außenbühne hat 200 Quadratmeter, das Festzelt bietet 800 Besuchern Platz“, beschreibt Dünser „seine“ Werke, die er freilich nur in Zusammenarbeit mit vielen anderen freiwilligen Helfern realisieren konnte. „Wir sind insgesamt 30 Personen, die im Vorfeld und nach Abschluss der Gymnaestrada tätig sind“, erzählt Dünser kurz vor Beginn der aufregenden Woche in seiner Heimatgemeinde.

Begonnen vor einem Jahr

„Begonnen haben wir mit den Vorbereitungen zur Gymnaestrada bereits vor einem Jahr. Damals ging es noch um Auftragsvergaben, Materialbeschaffungen und Sponsorensuche“, berichtet der umtriebige Pensionist, dem das Organisieren als ehemals Selbstständiger im Blut liegt. Seine Motivation zum ehrenamtlichen Arbeiten habe er vor allem aus der tollen Götzner Sportfamilie bezogen. „Wenn so viele zusammen für ein gemeinsames Ziel arbeiten, dann stachelt man sich gegenseitig an und will für die Gemeinschaft sein Bestes geben“, beschreibt Dünser seinen Antrieb für den Einsatz.

Wort gehalten

2007 war Michael Dünser noch nicht für die Gymnaestrada im Einsatz. „Da hatte ich einfach keine Zeit, weil ich noch voll im Berufsleben stand. Aber ich versprach damals, dass ich bei nächster Gelegenheit fest mithelfen würde.“

Diese Gelegenheit ist nun in einer Dimension da, die sich Dünser damals wohl nicht erwartet hätte. Sein Wort gehalten hat er trotzdem. VN-HK