Lustenauer Gemeinderat beschließt Stadionplanung

Sport / 28.06.2019 • 13:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
So soll der Endausbau des Planet-Pure-Stadion ausschauen.

Lustenau Die Gemeinde Lustenau setzte in ihrer gestrigen Gemeindevertretersitzung ein klares Zeichen in Richtung Umbau des Reichshofstadions. Die Mandatare beschlossen mit 27:8 Stimmen die Auftragsvergabe zur Generalplanung des Projekts an die Architektengemeinschaft Bader/Angonese, vorbehaltlich einer Finanzierungsvereinbarung mit dem Land und der positiven Klärung einer Bauabstandsnachsicht mit zwei Anrainern. Die Gegenstimmen kamen von Vertretern der FPÖ, wobei ein FPÖler dem Antrag zustimmte. Die Generalplanung ist mit 632.000 Euro budgetiert, das Gesamtprojekt Reichshofstadion mit 17,6 Millionen Euro. Bürgermeister Kurt Fischer geht davon aus, dass diese letzten Hürden für die Freigabe des Planungsauftrages bald geklärt sind.

Zug aufs Tor

Die Finanzierungsvereinbarung wurde in Grundzügen bereits mit dem Land verhandelt. Vorgesehen ist eine 50-prozentige Beteiligung des Landes an den Gesamtkosten. Den Rest sollen die Gemeinde und der Verein Austria Lustenau übernehmen. Das Reichshofstadion soll u. a. drei neue Tribünen sowie ein neues Flutlicht erhalten und damit bundesligatauglich werden. In der ersten Bauetappe des Stadions, das zur Bundesligatauglichkeit reichen würde, ist eine Zweidrittel-Finanzierung des Landes vorgesehen, ein Drittel würde die Gemeinde übernehmen. Der Bürgermeister verlangte „Zug aufs Tor“ bei der weiteren Vorgangsweise und sieht sich nun selbst gefordert.
FPÖ-Chef und Tiefbaureferent Martin Fitz begründete seine Ablehnung des Projekts mit den aus seiner Sicht bestehenden Risiken. Die Finanzierung sei nicht gesichert, eine klare Finanzierungsvereinbarung mit dem Land noch nicht auf dem Tisch. Fitz befürchtet letztlich Ausgaben der Gemeinde in Höhe von 8 Millionen Euro. Zudem sei die rechtliche Situation mit den Anrainern noch nicht geklärt. „Man sollte noch abwarten, ehe wir dieses Projekt beschließen“, meinte Fitz. VN-HK