„Lufthunderter“ ab sofort für Elektroautos ungültig

VN / 01.07.2019 • 07:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Asfinag kennzeichnete sämtliche IG-L-Abschnitte mit rund 200 neuen Schildern. ASFINAG

Neue Tempolimitausnahme für Null-Emissions-Autos mit grüner Kennzeichenschrift.

Schwarzach, Wien „Lufthunderter“ steht für ein Tempolimit von 100 km/h nach dem Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L) auf Österreichs Autobahnen. In Vorarlberg betrifft das auf der Rheintalautobahn eine Strecke in der Länge von einem Kilometer direkt nach der Ausfahrt vom Ambergtunnel in Richtung Rankweil.

Bundesweit haben auf dem 2223 Kilometer langen Autobahnnetz rund 410 Kilometer flexible Tempolimits (Überkopfanzeigen zur Verkehrsbeeinflussung). Davon sind rund 250 Kilometer (je Fahrtrichtung) auch Bereiche mit einer vom jeweiligen Bundesland gesteuerten IG-Luft-Funktion. Bei Überschreitung oder bevorstehender Überschreitung von Immissions-Grenzwerten werden Tempobeschränkungen durch das Bundesland verordnet und automatisch von den Anzeigen des Straßenbetreibers Asfinag angezeigt.

Ab heute, 1. Juli 2019, müssen sich Elektro- oder Wasserstoff-Fahrzeuge („Null-Emissions-Kfz“) mit grüner Kennzeichen-Schrift nicht mehr an Tempobeschränkungen nach dem Immissionsschutzgesetz-Luft auf Autobahnen und Schnellstraßen halten. Das betrifft Strecken bei Linz (A 1), Salzburg (A 1, A 10), Graz (A 9, A 2) oder in Tirol (A 12, A 13). Ein „Lufthunderter“ gilt auch temporär auf kleineren Abschnitten bei Klagenfurt (A 2) und in Vorarlberg (A 14).

Seitens der Asfinag wurden sämtliche IG-L Abschnitte mit rund 200 neuen Schildern entsprechend gekennzeichnet, jeweils 200 Meter vor Beginn des IG-L Abschnitts (das heißt vor der ersten flexiblen Tempoanzeige) und auf sämtlichen Auffahrtsrampen in diesen Bereichen.