Eishockey: Fähig, für Furore zu sorgen

VN / 16.07.2019 • 23:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
William Wrenn, im Bild gegen Münchens Stürmer John Mitchell, verteidigte zuletzt in der DEL für Wolfsburg. gepa
William Wrenn, im Bild gegen Münchens Stürmer John Mitchell, verteidigte zuletzt in der DEL für Wolfsburg. gepa

Der Dornbirner EC nahm Verteidiger William Wrenn und Stürmer Mathias Bau Hansen unter Vertrag.

Dornbirn Ein Zweitrundendraft aus der National Hockey League (NHL) und ein dänischer Nationalteamspieler: Der Dornbirner EC hat mit Verteidiger William Wrenn und Flügelstürmer Mathias Bau Hansen zwei Schlüsselpositionen besetzt, die auch für Furore gut sein könnten. Wrenn kommt vom DEL-Klub Wolfsburg, Bau Hansen fiel nach einer Saison bei den Hersey Bears (AHL) mit einer Rippenverletzung länger aus, feierte im Mai bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei mit der dänischen Nationalmannschaft ein Comeback.

Einer für beide Seiten

Trainer Jussi Tupamäki ist sehr zufrieden mit den Legionären sieben und acht. „Wrenn ist ein Allroundverteidiger, der sehr gut in Unter- und Überzahl spielen kann“, sagt er über den Rechtsschützen. Der 28-Jährige hätte schon vor zwei Jahren in die Erste Bank Liga kommen sollen, damals war der Vertrag mit dem HCB Südtirol bereits unter Dach und Fach. Wrenn entschied sich aber für ein Engagement in der russischen KHL bei Dinamo Riga, wechselte während der Saison nach Finnland. In der vergangenen Saison kam er bei den Wolfsburg Grizzleys in 46 Spielen auf ein Tor und neun Vorlagen. Der Amerikaner musste im November wegen eines Checks ein paar Spiele pausieren. Wrenn durchlief die amerikanischen U-17- und U-18-Nationalmannschaften. Zwei Jahre wurde er in der renommierten Universität in Denver ausgebildet, war dort mit einem 40.000-Dollar-Stipendium ausgestattet. Mit der U18-Auswahl der USA gewann er als Kapitän den Junioren-Weltmeistertitel, erzielte drei Treffer, war im Turnier der Verteidiger mit den meisten Toren.
San Jose draftete Wrenn 2009 als Nummer 43 in Runde zwei. Zwischen 2012 und 2017 absolvierte er 134 Spiele in der American Hockey League, unter anderem für die Texas Stars, mit denen er 2013/2014 die Meisterschaft, den Calder-Cup, gewinnen konnte.

Viel Verdrängung

Von Bau Hansen machte sich Tupamäki bei der A-WM ein Bild. „Er ist mit seiner Körpergröße von zwei Metern physisch präsent, ein richtiger Power-Forward. Er liest das Spiel gut, hat ein Auge für seine Mitspieler“, listet der Bulldogs-Coach die Vorzüge auf. Bei der WM verbuchte er für Dänemark in sieben Partien zwei Tore und einen Assist. Im vergangenen September rückte Bau Hansen ins Trainingslager der Washington Capitals ein. Eine Rippenverletzung, die von der WM 2018 stammt, verhinderte aber seine NHL-Vorstellung. Der Mann aus Glostrup, einem Vorort von Kopenhagen, spielte lange beim lokalen Klub Rodovre, wechselte dann in den Nachwuchs von Malmö und zum schwedischen Zweitligisten Pantern. Peter Johansson, 2009/10 Coach in Dornbirn, holte den rechten Flügelstürmer zurück zum dänischen Erstligaklub Frederikshavn, dort war er Teamkollege des aktuellen VEU-Verteidigers Steve Birnstill sowie der Ex-Bulldogs-Stürmer Zdenek Blatny und Adam Miller. In seiner ersten und bisher einzigen AHL-Saison kam Bau Hansen für Hershey in 58 Einsätzen auf zwölf Tore und zehn Vorlagen.